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Supertotale

Filmlexikon | Was ist eine Supertotale?

Was bedeutet Supertotale und welche Kamera-Einstellungsgrößen gibt es?

Die Supertotale ist eine Einstellungsgröße und Kameraeinstellung, die den gesamten Schauplatz zeigt, während Figuren oder Menschen nur klein in ihrer Umgebung erscheinen; die Landschaft und der Raum stehen dabei im Zentrum des Bildausschnitts. Personen, die in dieser Supertotalen vorkommen, sind verschwindend klein. Diese Einstellung ist auch als Panorama-Einstellung bekannt. Sie gibt einen Überblick über Geschehen, Ort und räumliche Orientierung und zeigt, wo die Handlung stattfindet; Kameraperspektiven wie Top Shot aus der Vogelperspektive oder eine gezielte Kameraperspektive auf den Raum verstärken diesen Überblick zusätzlich. Die Totale zeigt Figuren von Kopf bis Fuß plus Umgebung. Die Halbtotale zeigt die Person zusammen mit ihrer Umgebung in einem Bildausschnitt etwa ab der Hüfte bis zu den Knien. Die Detailaufnahme bildet als Gegenpol ein einzelnes Objekt oder Körperteil als Detail ab.

Das Bild zeigt eine Supertotale, die eine weite Landschaft in einem Film einfängt, um dem Zuschauer einen Überblick über die Umgebung zu geben. In dieser Einstellung sind sowohl die Landschaft als auch die Personen im Bild sichtbar, was die Handlung und das Größenverhältnis der Objekte verdeutlicht.

Diese Definition richtet sich an Filmbegeisterte, Cineasten mit besonderem Interesse an Filmkunst, Studierende der Filmwissenschaft, Filmschaffende sowie Lehrer und Schüler, die ein umfassendes Filmlexikon mit wichtigen Fachbegriffen bzw. ein breites Nachschlagewerk zu zentralen Filmbegriffen wie dem Filmtitel eines Werks oder der Einordnung eines Spielfilms als Format und kurze, verlässliche Bezeichnungen und Erklärungen zu filmtechnischen Begriffen suchen. Im Film gibt es acht standardisierte Einstellungsgrößen wie etwa Großaufnahme und Close-up, die Nahaufnahme als verdichtete Personenansicht oder Medium Shot als mittlere Einstellungsgröße beziehungsweise Hauptgruppen mit unterschiedlichen Bezeichnungen; die Supertotale gehört zu den weitesten Formen und ist für Bildgestaltung, Erzählung und Wirkung besonders wichtig, weil sie das Verhältnis von Motiv, Zuschauer und Publikum klar macht. Diese Kameraeinstellungen in einem Film entsprechen der scheinbaren Distanz des Zuschauers zum Filmgegenstand und prägen damit Bedeutung, Perspektive und die Rolle eines Motivs in der Szene; zusätzlich beeinflusst die bewusste Gestaltung der Tiefenschärfe im Bild und der Einsatz einer Obersicht aus der Vogelperspektive oder eines Birds-Eye-Shots aus der Vogelperspektive die Wirkung der Supertotalen.

Das Kamerateam kann die Einstellung zum einen durch Zoomen vornehmen, durch eine Kamerafahrt oder mit Hilfe eines Kamerakrans für weite Kamerafahrten oder einer flexibel geführten Schulterkamera zum anderen auch die Position ändern; entscheidend sind dabei die Wahl von Distanz, eine präzise Kameraführung für die Supertotale und oft Weitwinkelobjektiven sowie das Größenverhältnis von Person oder Objekts zur Bildfläche, das schon an der verwendeten Filmkamera und ihrer Technik, einem passenden Camcorder mit integriertem Recorder und dem optimalen Kamera Sensor für das Projekt ablesbar ist. Technisch braucht diese Aufnahme oft viel Licht und klare Linien in der Bildgestaltung, wobei gezielt eingesetztes Filmlicht für Stimmung und Atmosphäre und präzises Einleuchten der Szene mit gestalterischen Konzepten wie Rembrandt-Licht oder wirkungsvollem Seitenlicht im Film entscheidend ist, was eine enge Zusammenarbeit von Kameramann und Kamerateam, Beleuchter und Oberbeleuchter und Funktionen wie dem Best Boy im Lichtteam erfordert; gerade die Arbeit des Beleuchters am Set ist für die Wirkung der Supertotalen entscheidend. Die Supertotale wird häufig am Beginn einer neuen Szene als Establishing Shot oder Long Shot genutzt und schafft die Atmosphäre eines Orts oder Schauplatzs; diese visuelle Exposition zur Einführung von Ort und Figuren prägt bereits früh die Wahrnehmung der Zuschauenden. Während der Dreharbeiten am Set kommen dafür neben einer Aerial Shot Luftaufnahme auch subjektive Blickwinkel wie die Subjektive Kamera zum Einsatz, wobei ein gut organisierter Drehtag mit klarer Szenenplanung, der präzise Arbeitsmittel wie die Filmklappe für Synchronisation und Organisation und eine spätere Strukturierung über Filmschnitt als filmische Montage berücksichtigt, die Umsetzung erleichtert. Dynamischer wird der Einstieg häufig durch einen Tracking Shot als begleitende Kamerafahrt. In nachfolgenden Szenen kommen dann häufig nähere Einstellungsgrößen wie das Medium Close-up zur Betonung von Emotionen und das gezielt eingesetzte Close-Up für emotionale Detailwirkung zum Einsatz. Auch unterschiedliche Perspektiven wie die Untersicht zur Betonung von Dominanz variieren die Wirkung der Supertotalen. Verwandt damit ist die filmische Einstellung der Totale, die den gesamten Raum oder Figuren von Kopf bis Fuß zeigt und den gewählten Drehort zwischen Studio und Originalschauplatz in seiner gesamten Wirkung sichtbar macht. Sie kann epische Wirkung entfalten und Gefühle wie Freiheit oder Isolation ausdrücken, etwa wenn zu Beginn einer Heldenreise als Erzählstruktur die weite Welt des Protagonisten vorgestellt wird, was eng mit einem sorgfältig entwickelten Drehbuch als erzählerischer Grundlage, einem persönlichen Autorenfilm mit starker Regiehandschrift, der visuellen Bildkomposition im Film, einer bewusst gewählten Zentralperspektive für räumliche Tiefe, der Beachtung von Continuity und 180°-Regel innerhalb der Einstellungen und der erzählerischen Dramaturgie eines Films verknüpft ist; in der Post Production mit Schnitt und Farbkorrektur, dem gestalterischen Filmschnitt mit unterschiedlichen Schnittarten über Roh-, Um- und Feinschnitt bis hin zum präzisen Feinschnitt als abschließender Schnittphase, der kreativen Arbeit eines Editors im Filmschnitt und dem stilprägenden Color Grading zur Bildgestaltung wird diese Wirkung anschließend weiter verfeinert, wobei lange Einstellungen etwa als Plansequenz ohne sichtbare Schnitte eine besondere Immersion erzeugen oder alternative Fassungen als Director’s Cut eines Films neue Schwerpunkte setzen können.

Die Supertotale zeigt eine beeindruckende Stadtlandschaft, in der Menschen in verschiedenen Entfernungen zu sehen sind, während sie sich in der urbanen Umgebung bewegen. Die Bildgestaltung vermittelt einen umfassenden Überblick über die Szenerie und die Handlung, die sich in diesem Schauplatz entfaltet.

In der Supertotalen spielen nicht nur Einstellungsgröße und Perspektive, sondern auch das gewählte Bildformat im Film und Fernsehen, die gezielte Lichtstimmung im Bildraum, die Steuerung von Helligkeit durch Abblenden an der Kamera, der bewusste Einsatz von Slow Motion für zeitlupenartige Bewegungsdarstellung, die Wahrnehmung von Luminanz als Helligkeitskomponente des Bildes und die dramaturgisch aufgebaute Szenerie als räumlicher Kontext eine entscheidende Rolle; dabei beeinflussen Hintergrundelemente der Kulisse als gestalteter Bildraum und ergänzende Ebenen wie Compositing zur Kombination mehrerer Bildelemente die Wirkung ebenso wie die musikalische Begleitung eines Filmkomponisten für die emotionale Bildwirkung oder das figurbetonte Design durch einen Maskenbildner für Maske und Frisur; selbst extreme Perspektiven wie eine Froschperspektive als starke Untersicht können in der Weite des Raums wirkungsvoll eingesetzt werden.

« mehr zum Kamerateam Frankfurt – inklusive Hinweisen auf wichtiges Kamerazubehör für Film und Foto und weiterführender Film- und Kameratechnik im Überblick, Überblicken zu Filmberufen in der Produktion wie Aufnahmeleiter und Organisationsteam sowie den Aufgaben eines Aufnahmeleiters am Set, der Verantwortung eines Produktionsleiters für Organisation und Budget, der kreativen Rolle von Regisseur und filmischer Leitung am Set, dem Berufsbild Filmregisseur mit künstlerischer Gesamtverantwortung und unterstützenden Funktionen wie dem Regieassistent als organisatorische Schnittstelle, Einblicken ins Filmset als Drehort und den dort ablaufenden Dreharbeiten einer Filmproduktion – inklusive rechtlicher Aspekte wie einer notwendigen Drehgenehmigung für bestimmte Drehorte – sowie zur Rolle des Filmstudios als Drehort, der strukturierten Planung über einen Drehplan zur effizienten Szenenorganisation, Spezialtechniken von Fingerkameras in der Filmproduktion, technisch aufwendigen 3D-Filmen mit räumlicher Bildwirkung, dem gezielten Einsatz von Filmlicht als gestaltendes Stilmittel und der visuellen Verantwortung eines Art Directors für das Production Design, der kreativen Arbeit des Szenenbildners für Raumgestaltung und des Bühnenbildners für szenische Gestaltung, handwerklichen Tätigkeiten eines Kulissenbauers im Filmbereich, der kreativen Arbeit eines Kostümbildners für die Figurenwirkung und der planerischen Verantwortung im Bühnenbild für Film und Theater, filmischen Montagen wie der Schuss-Gegenschuss-Technik im Dialog, strategischen Kommunikationsformaten wie dem Unternehmensfilm für Marken- und Produktdarstellung als Corporate Film im Unternehmenskontext und der Bedeutung renommierter Filmpreise als Auszeichnung für Filmkunst, ergänzt um die Rolle eines Creative Producers für die kreative Projektsteuerung, die Aufgaben eines Executive Producers in der Filmfinanzierung und die organisatorische Verantwortung eines Producers in der Filmproduktion, die gestalterische Inszenierung von Bild und Szene, die dramaturgische Begleitung durch einen Dramaturgen in Film- und Theaterproduktionen, die zeichnerische Planung eines Storyboard Artists in der Vorproduktion, redaktionelle Aufgaben eines Redakteurs für Content-Entwicklung sowie castingbezogene Entscheidungen eines Casting Directors für die Besetzung, die Montagearbeit eines Cutters im Filmschnittprozess und den Einsatz visueller Effekte VFX in der Postproduktion.

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