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Abenteuerfilm

Filmlexikon | Was ist ein Abenteuerfilm?

Wissenswertes zum Genre Abenteuerfilm

Der Begriff Abenteuerfilm bezeichnet eine Filmproduktion, in der der Protagonist meist viele Abenteuer und Schauplatzwechsel erlebt, oftmals in fremden Ländern. Ein gutes Beispiel dafür ist die Filmreihe „Indiana Jones“ von George Lucas.

Jeder halbwegs gute Abenteuerfilm handelt von einem Protagonisten, der einem Problem gegenüber steht, welches es zu lösen gilt. Dabei sammelt er Erfahrungen und entwickelt sich selbst weiter, sodass er am Ende des Filmes das Problem bewältigen kann. Die meisten Filme handeln im Zuhause des Charakters, auf der Straße, in der Schule und im Büro… Bei einem Abenteuerfilm ist diese Geschichte meist auf eine Reise verlegt worden, die sich über viele verschiedene, oft unbekannte Orte erstreckt, an denen auch die verschiedensten Arten von Menschen leben.

Diese Menschen helfen dem Abenteurer Stück für Stück dabei, seine Problem zu lösen. Ob diese Orte nun auf der Erde verteilt liegen, wie etwa bei „Indiana Jones“ und „Fluch der Karibik“ über Wüsten, Meere und verlassene Inseln oder gar über verschiedene Planeten wie bei „Star Wars“, ist nicht relevant. Umso größer die Welt dimensioniert ist, umso besser ist es.

Das Tolle an Abenteuerfilmen ist, dass man als Zuschauer zusammen mit dem Hauptcharakter diese neuen Welten erfahren und für sich erschließen kann und dabei auch beispielsweise etwas über fremde Kulturen lernt, als würde man tatsächlich dort Zeit verbringen.

Spannungskurve beim Abenteuerfilm

Die Spannungskurve verhält sich in einem klassischen Abenteuerfilm meist auf die gleiche Weise. Zu Beginn wird der Rezipient langsam an die Grundgeschichte und Problematik herangeführt. Die Spannung steigt stetig, bis sich der Protagonist in einer nahezu unlösbaren Situation befindet. Im Höhepunkt der Spannung meistert der Held seine Situation und feiert am Ende mit einem klaren Happy End seinen Erfolg. Gut zu erkennen ist diese Spannungskurve am Beispiel der „Der Herr der Ringe“-Trilogie. Hier hätte es nach Tolkiens Büchern eigentlich am Ende noch eine kleine Schlacht zur Rückeroberung des Auenlandes gegeben, doch diese Schlacht wäre nach dem dramaturgischen Höhepunkt am Schicksalsberg für den Film unangebracht gewesen.

Struktur eines Abenteuerfilms

Ein Abenteuerfilm hat neben der Spannungskurve auch andere, sich klar wiederholende Strukturen. Der Zuschauer sowie auch der Protagonist werden meist bereits sehr früh mit dem Grundproblem konfrontiert. Dieses gilt es dann, meist über eine risikobehaftete Reise, zu lösen. Während dieser Reise sammelt er Erfahrungen und entwickelt sich weiter, sodass der zu Beginn meist deutlich zu schwach wirkende Protagonist im Verlauf der Geschichte immer stärker wird und dadurch das Problem schließlich bewältigen kann.

Während die meisten Filme an einem recht übersichtlichen Standort spielen und eher selten über dessen Tellerrand hinausschauen, ist dieser Standort bei einem Abenteuerfilm normalerweise nicht gegeben. Er spielt stattdessen eher auf einer großen, teilweise fiktiven Karte, wo sich der Protagonist von einem Ort zum nächsten bewegt. Oft gibt es in solchen Abenteuerfilmen auch einen Antagonisten, dies ist aber nicht essentiell notwendig.

Abenteuerfilm Beispiele

Das klassischste Beispiel für einen Abenteuerfilm ist wohl „Indiana Jones“. Aber auch Filme wie „Fluch der Karibik“ oder „Star Wars“ können dieser Kategorie durchaus zugeordnet werden. Die Genres Abenteuer- und Fantasyfilm überschneiden sich sehr häufig. So ist etwa „Der Herr der Ringe“ beiden Rubriken zuzuordnen.

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