Drehgenehmigung
Drehgenehmigung | Was ist eine Drehgenehmigung?
Drehgenehmigungen Definition für Dreharbeiten
Eine Drehgenehmigung ist die offizielle Erlaubnis, Film- oder Fotoaufnahmen legal durchzuführen, wenn dafür Einverständnisse von Personen oder behördliche Freigaben nötig sind. Filmen im öffentlichen Raum ist in Deutschland grundsätzlich auch ohne Genehmigung erlaubt, solange der Verkehr nicht beeinträchtigt wird und der normale Gemeingebrauch nicht eingeschränkt ist. Jede Person hat ein Recht am eigenen Bild, deshalb muss vor dem Filmen immer die Zustimmung der entsprechenden Personen eingeholt werden. Auch für das Drehen in öffentlichen Gebäuden braucht man eine Drehgenehmigung. Für Filmaufnahmen und Fotoaufnahmen auf öffentlichen Flächen, Straßen und Plätzen wird eine Drehgenehmigung bzw. Sondernutzungserlaubnis nötig, sobald der Gemeingebrauch eingeschränkt wird oder öffentliche Straßen über den normalen Gemeingebrauch hinaus genutzt werden; für gewerbliche Zwecke ist diese Sondernutzungserlaubnis in der Regel ausdrücklich erforderlich. Wer ohne die nötigen Genehmigungen dreht, riskiert schwerwiegende rechtliche Folgen wie Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren. Der Beitrag richtet sich an Filmbegeisterte, Filmschaffende, Studierende der Filmwissenschaft sowie Lehrer und Schüler und zeigt, was beim Filmen in privaten und öffentlichen Bereichen erlaubt ist, welche Einverständnisse nötig sind, welche Beispiele zulässig oder unzulässig sind und wie das Beantragungsverfahren abläuft. Für manche Drehgenehmigungen kann eine Gebühr anfallen; je nach Genehmigungsverfahren sind für Antrag, Antragstellung und nötige Angaben oft 10–14 Werktage Bearbeitungszeit vor Drehbeginn einzuplanen, was eine sorgfältige Planung im Drehplan voraussetzt, Anträge sollten möglichst aber mindestens zwei Wochen vor den geplanten Aufnahmen eingereicht werden.

Bei Dreharbeiten an Bahnhöfen der Deutschen Bahn in deutschen Städten wird die Genehmigung meist online beantragt. Nicht-journalistische Produktionen und größere Filmproduktionen senden ihren Antrag oft per E-Mail an den zuständigen Ansprechpartner; Tel-Kontakte können ergänzend helfen.
Manche Drehgenehmigungen werden von den örtlichen Behörden ausgestellt. Eine bundesweit einheitliche Drehgenehmigung gibt es in Deutschland nicht; zuständig ist in der Regel das örtliche Ordnungsamt, und Anforderungen sowie Informationen können je nach Kommune variieren. Für Filmaufnahmen mit Drohne und Kamera gilt außerdem: Drohnen über 250 Gramm müssen registriert werden, was bei der Organisation eines jeden Drehtags berücksichtigt werden sollte.
Was darf bei Dreharbeiten ohne Genehmigung nicht gefilmt werden?
Private Bereiche
Höchstpersönlicher Lebensraum und private Bereiche
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Der private Bereich, also Wohnungen, Hotelzimmer oder Privatgrundstücke als geschützte Bereiche
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In diesen Bereichen ist vor einem Film oder Foto stets die Zustimmung der Eigentümer erforderlich.
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Personen beim Toilettengang oder beim Geschlechtsverkehr
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Nackte, kranke oder tote Personen
Auto-Kennzeichen
Auto-Kennzeichen
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Muss man unkenntlich machen durch Blur-Effekt, Balken oder Verpixeln
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche
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Filmemacher brauchen für Aufnahmen von Minderjährigen das Einverständnis der Eltern
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Eltern können im Nachhinein immer noch die Genehmigung zurückziehen
Öffentliche Gebäude und Anlagen der Deutschen Bahn
Öffentliche Gebäude
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Die Drehgenehmigung von öffentlichen Gebäuden wie z. B. Behörden, Geschäften oder Freizeiteinrichtungen erteilt das jeweilige Ordnungsamt
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In städtischen Grünanlagen ist bei geringem Aufwand in der Regel keine Genehmigung nötig, sofern die Voraussetzungen am Ort erfüllt sind.
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Aufwendigere Arbeiten mit Aufbauten oder Scheinwerfern können dort je nach Aufwand einen Antrag per Antragsformular oder Formular erfordern.
Was darf für einen Film gefilmt werden?
Personen des öffentlichen Lebens
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z. B. Promis oder Politiker
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Personen von großem gesellschaftlichem Interesse
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Personen der Zeitgeschichte wie z. B. Straftäter
Öffentliche Plätze
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Bei Massenaufnahmen können die Persönlichkeitsrechte zurücktreten
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In Fußgängerzonen, auf Straßen und anderen öffentlichen Plätzen kann eine Drehgenehmigung nötig werden, wenn Sicherheit oder Ordnung betroffen sind; je nach Drehorten beziehungsweise einzelnen Locations gelten andere Zuständigkeiten, und die Nutzung öffentlicher Flächen über den Gemeingebrauch hinaus hat je nach Ort und Art der Aufnahme unterschiedliche Voraussetzungen.
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Das gilt besonders für Maßnahmen, die den Verkehr einschränken oder öffentliche Verkehrswege blockieren.
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Kleine Drehs mit Handkamera benötigen oft keine Genehmigung.
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Für Drehs im öffentlichen Raum wird in vielen Fällen eine schriftliche Genehmigung verlangt.
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Für das Abstellen von Produktionsfahrzeugen sind straßenverkehrsbehördliche Anordnungen notwendig.
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Für Drohneneinsätze sind spezielle Genehmigungen nach luftrechtlichen Vorschriften erforderlich; außerdem müssen Start- und Landeflächen sowie die Flugroute im Lageplan eingezeichnet sein.
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Drehgenehmigungen können kostenpflichtig sein, etwa wegen einer Sondernutzungsgebühr oder einer behördlichen Erlaubnis.
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Filmen ist erlaubt, solange Menschen nicht bloßgestellt oder speziell hervorgehoben werden
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Regel: Hat das Bild noch die gleiche Aussage, wenn einzelne Menschen nicht da wären? Ein Beispiel ist eine unauffällige Berichterstattung oder ein kleines Filmteam ohne Eingriffe in den Ablauf; mehr Informationen dazu finden sich oft in einem passenden Artikel.


