Filmbegriffe

Close-Up

Filmlexikon | Was ist ein Close-Up?

Wann verwendet man ein Close-Up in der Filmproduktion?

Diese Nahaufnahme zeigt die Figuren meist von der Brust aufwärts oder noch näher. Dadurch tritt die Mimik ganz in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Diese Nahaufnahme ist ein Close-Up.

Close-Up Facts

Logisch, dass ein Action-Film mehr in totalen Aufnahmen, als in einem Close-Up eingefangen wird. Schließlich ist bei einer solchen Filmproduktion die gesamte Handlung und weniger Emotionen, wichtig. Selbstverständlich gibt es nicht nur Close-Ups von Gesichtern, sondern auch von anderen Körperteilen und Gegenständen. Der Close-Up wird also verwendet, um von der Ferne schwer zu erkennende Sachen wie Mimik, Gestik oder kleinere Gegenstände in den Vordergrund zu rücken und deren Aussage dadurch zu verstärken.

Ein extreme close up fokussiert ein menschliches Auge.
Eine besonders nahe Form des Close-Ups nennt man Detailaufnahme oder auch „extreme close up“.

Close Up Definition

Der Close-Up ist eine sehr häufig verwendete Einstellungsgröße. Heutzutage gibt es so gut wie keinen Film, der keinen Close-Up beinhaltet. Selbst Action Filme, welche eher mit totalen Aufnahmen arbeiten um die komplette Szenerie einzufangen, arbeiten ebenfalls mit Close-Ups. Sie sind besonders wichtig um Mimik von den Händen oder Emotionen des Gesichts zu zeigen. Durch diese Nähe schaffen Kamerateams eine besondere Einfühlsamkeit zu der Person. Auch Gegenstände, die eine besondere Bedeutung für die Geschichte haben, werden fokussiert.

Close-Up Beispielbild zeigt Frau von der Schulter bis zur Stirn.
Close-Ups schaffen eine Nähe zur Filmfigur und sind besonders wichtig, um Emotionen darzustellen.

Close Up Geschichte

Der wohl erste Mensch, der ein Close-Up vor größerem Publikum bekannt machte, dürfte D.W. Griffith gewesen sein. Er empörte 1911 mit seinem Film „The Lonedale Operator“ das Publikum – die ersten Reaktionen ließen verlauten, dass die Leute kein Geld ausgeben, um Hände und Gesichter anzusehen, sondern ganze Schauspieler. Er stand einem Kritiker recht nahe und fragte, ob er seine Füße sehen könnte. Auf die Verneinung hin fügte er hinzu – „Genau das mache ich. Ich zeige, was die Augen sehen können.“ Und genau darum geht es eben bei Nahaufnahmen – dass sich der Zuschauer richtig nahe zur abgebildeten Person fühlt und für den Moment eine stärkere emotionale Bindung zu ihm aufbaut. Und genau darum geht es eben bei Großaufnahmen. Seine damalig revolutionäre Einstellungsgröße hat sich heute zu einem Basic der Filmindustrie entwickelt.

 

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