Filmbegriffe

Seitenlicht

Filmlexikon | Was ist ein Seitenlicht im Film?

Im Rahmen unseres umfassenden Filmlexikons zu zentralen Filmbegriffen beleuchten wir hier speziell den Begriff des Seitenlichts.

Seitenlicht Definition

Seitenlicht ist eine Art von Beleuchtung, in der die Objekte in einer Filmszene von der Seite beleuchtet werden, also eine seitliche Beleuchtungssituation. Für Filmbegeisterte, Studierende der Filmwissenschaft, Filmschaffende sowie Lehrer und Schüler ist Seitenlicht ein grundlegender Begriff der Bildgestaltung. Natürliches Seitenlicht fällt dabei durch vertikale Fensterflächen oder seitlich angebrachte Fenster ein.

Im Film wird Seitenlicht als starkes gestalterisches Werkzeug der Lichtgestaltung im Film eingesetzt, um dramatische, kontrastreiche Bilder zu erzeugen. Der Artikel erklärt dazu die Definition, wichtige Arten und typische Einsatzweisen von Seitenlicht im Film – vom direkten, diffusen, schrägen und harten Seitenlicht bis zu Effekten wie Doppelseitenlicht. Seitenlicht kann eine große Vielfalt an Effekten und Lichtstimmungen im Film erzeugen, da es Konturen und Strukturen optimal hervorhebt; diese Licht- und Schatteneffekte können auch die Raumqualität verbessern. Mithilfe eines harten Seitenlichts können sogar kleinste Unebenheiten einer Oberfläche hervorgehoben werden.

Seitenlicht Einsatz im Film

Es gibt verschiedene Arten von Seitenlicht, darunter direktes Seitenlicht, diffuses Seitenlicht, schräges Seitenlicht und hartes Seitenlicht, die im Rahmen des Einleuchtens einer Szene gezielt gesetzt und angepasst werden.

Direktes Seitenlicht ist sehr intensiv und schafft starke Kontraste und Schatten, wobei die wahrgenommene Helligkeit stark von der Luminanz im Bild abhängt. Diffuses Seitenlicht ist weicher und milder und erzeugt eine weichere, flächigere Beleuchtung. Schräges Seitenlicht entsteht, wenn das Licht schräg von der Seite auf das Objekt fällt und verleiht dem Bild eine dramatische Atmosphäre, ähnlich wie bestimmte Porträttechniken wie das Rembrandt-Licht. Dieses wird auch oft auf Theaterbühnen verwendet. Hartes Seitenlicht passt gut zu einem Low-Key-Look und bietet kräftige Kontraste und starke Schatten, die sich bei Bedarf durch Abblenden der Kamerablende weiter steuern lassen.

Ein spezieller Fall des Seitenlichts ist das „Doppelseitenlicht“. In der dramatischen Inszenierung von Figuren – etwa zwischen Protagonist und Sidekick als Nebenfigur oder zur Trennung verschiedener Zeitebenen in einer Rückblende im Film – kann diese Beleuchtungsebene gezielt eingesetzt werden. Dieses ist eine Kombination aus einem strengen Führungs- sowie einem Fülllicht. Das Führungslicht soll die Szene nach wie vor dominieren, weswegen dieses in etwa doppelt so stark ist wie das Fülllicht. Oft wird zusätzlich ein Aufheller benötigt, um Schattenseiten aufzuhellen – hier ist die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Beleuchter am Filmset entscheidend.

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Zwei Portraits mit Seitenlicht

Für den dramatischen Look: Seitenlicht ist besonders beliebt bei Portraitaufnahmen, etwa um markante Silhouetten vor hellem Hintergrund zu erzeugen.

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