Filmbegriffe

Storytelling

Storytelling

Was ist Storytelling?

Wie funktioniert gutes Storytelling?

Storytelling kennt man seit klein auf, nur handelte es sich früher um das einfache Geschichtenerzählen. Storytelling ist eine Art soziale und kulturelle Aktivität des Teilens von Geschichten, die im Bestfall nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ist ein Stroytelling überzeugend und wird filmisch detailiert umgesetzt, fesselt die Geschichte derVideoproduktion – ganz wie früher. Um Wissen und Erfahrungen auszutauschen, nutzt man die Methode des Storytellings. Die Inhalte entstammen aus unterschiedlichen Perspektiven von Beteiligten und werden in Form von gemeinsamen Erfahrungsgeschichten als stimmiges Storytelling aufbereitet.

Wie soll eine Geschichte aufgebaut sein?

Ein Video fesselt, wenn beim Betrachter Emotionen hervorgerufen werden. Die Geschichte kann auf ganz besondere Weise in den Bann ziehen: Vielleicht weil diese eine Botschaft enthält, mit der er sich gut identifizieren kann. Oder weil manche Geschichten eben unglaublich schön klingen und einen Zufluchtsort aus dem Alltag bieten. Wenn Sie es beherrschen, fesselnde Geschichten zu erzählen, erreicht ihr Video Marketing eine ganz neue Dimension. Es ist deshalb sehr wichtig, sich im Vorfeld einerVideoproduktion zu überlegen, welche Story ihr zu Grunde liegen soll und wie Sie diese am besten transportieren. Für ein vielseitiges Storytelling ist sehr viel Kreativität, sowie eine strukturierte Arbeitsweise gefragt.

Storytelling in der Videoproduktion

Im Zentrum des Storytellings stehen die Unternehmensziele. Für eine maßgeschneiderte Filmproduktion ist wichtig, was mit dem Video erreicht werden soll und welche Geschichten diese Unternehmensziele unterstützen. Um durch Storytelling auf ihre Unternehmensziele hinzuarbeiten, ist es wichtig Vertrauen zu ihren Kunden aufzubauen. Dazu müssen Sie zunächst über ihr Unternehmen und ihre Unternehmensidee informieren. Darüber hinaus sollte ihre Story inspirieren, also durch ihre Einzigartigkeit neue Impulse liefern können. Genau dadurch können Sie den Nutzer schließlich von ihrem Unternehmen und ihrer Idee überzeugen. Um erfolgreich informieren, inspirieren und überzeugen zu können, bedarf es gewisse Fertigkeiten, die Sie ständig verbessern können. Sie sollten ein Profi darin sein, Emotionen hervorzurufen. Sie sollten stets daran arbeiten, ihre Story zu verfeinern – denn Details überzeugen ihre Nutzer. Und sie sollten dazu in der Lage sein, mit Technologien zu arbeiten und nicht davor zurückschrecken neue Technologien zu Nutzen. Denn Storytelling ist ein neues Phänomen, das vom ständigen Austausch mit dem technologischen Fortschritt lebt.

Schließlich sollte all ihren Storys Authentizität zu Grunde liegen. Denn ihre Kreativität kann sich nur in einem ehrlichen Umfeld entfalten, gute Geschichten sind ehrlich. Nur eine authentische Erzählweise kann beim Empfänger ehrliche Emotionen hervorrufen. Authentizität ist die Basis des Storytelling.

 

« mehr zum Storyboard

Baupläne für Geschichten

Gute Geschichten folgen oft erkennbaren Mustern. Wer sie kennt, kann sie bewusst nutzen, ohne sie mechanisch abzuarbeiten. Im Film und im Video stützt sich Storytelling auf wenige Grundelemente: eine Figur mit einem Ziel, ein Hindernis, eine Veränderung.

Drei-Akt-Struktur

  • Einstieg: Die Ausgangslage und die Figur werden vorgestellt, ein Ereignis stört das Gleichgewicht.
  • Konfrontation: Die Figur verfolgt ihr Ziel, scheitert, versucht es erneut. Der Druck steigt.
  • Auflösung: Der Konflikt wird entschieden, die Folgen werden gezeigt.

Diese Struktur ist keine feste Regel, aber ein bewährtes Gerüst. Auch für kurze Videos taugt sie, wenn die Teile entsprechend gekürzt werden.

Die Heldenreise

Joseph Campbell beschrieb in „Der Heros in tausend Gestalten“ ein wiederkehrendes Muster in Mythen: Aufbruch, Prüfungen, Rückkehr. Der Drehbuchautor Christopher Vogler passte es für Filmstoffe an. George Lucas hat angegeben, bei „Star Wars“ von Campbells Ideen beeinflusst gewesen zu sein. Das Modell eignet sich als Denkhilfe, sollte aber nicht zum Zwang werden.

Was Geschichten tragfähig macht

  • Eine Hauptfigur, mit der man mitfühlen kann, auch wenn sie Fehler hat.
  • Ein klares Ziel und etwas, das auf dem Spiel steht.
  • Konkrete Details statt allgemeiner Aussagen. Ein einzelnes Bild bleibt eher im Gedächtnis als eine Behauptung.
  • Eine Veränderung zwischen Anfang und Ende.

Häufige Verwechslungen

  • Storytelling und Werbebotschaft: Eine Botschaft allein ist noch keine Geschichte. Es braucht Figuren, Ereignisse und Entwicklung.
  • Storytelling und Storyboard: Das Storyboard plant die Bilder, das Storytelling meint das Erzählen insgesamt.
  • Erzählung und Handlung: Die Handlung ist, was geschieht, die Erzählweise, wie es dargestellt wird.

Praxis-Hinweis

Ein Test hilft: Lässt sich die Geschichte in zwei Sätzen erzählen („Wer will was, und was steht im Weg?“), ist das Fundament tragfähig. Fällt das schwer, fehlt meist ein klarer Konflikt.

« zurück zum Filmlexikon

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"