Filmbegriffe

Akt

Filmlexikon | Was ist ein Akt im Film?

Akt Definition

Bei einem Akt handelt es sich um eine filmische Gliederungseinheit, die dem Theater entspringt. Er bildet in der filmischen Gliederung eine übergeordnete Einheit zur Sequenz, welche wiederum der Szene und der Einstellung übergeordnet ist.

Die meisten Filmhandlungen setzen sich aus 3 Akten zusammen: Exposition, Konfrontation und Auflösung. Diese sollen im Folgenden erläutert werden.

Autor beim Verfassen des ersten Aktes eines Drehbuchs für einen Film.
Die meisten Drehbücher für Kinofilme bestehen aus 3 Akten.

Exposition (1. Akt): In der Exposition, die etwa 25 % des Films oder Drehbuchs ausmacht, wird der Zuschauer in die Filmwelt eingeführt und die wichtigsten Handlungscharaktere (etwa der Protagonist) werden vorgestellt. Die Handlung setzt in einer weitgehend alltäglichen Situation ein, repräsentiert also das gewohnte Leben. In diese Welt des Vertrauten dringt nun etwas Unterwartetes oder eine Veränderung (auch: Plot Point), welche die Hauptfigur der Handlung letztlich zum Überschreiten der Schwelle (siehe auch: Heldenreise) veranlasst und den Übergang zum zweiten Akt ermöglicht.

Konfrontation (2. Akt): Der zweite Akt ist der mit Abstand längste Akt und macht etwa 50 % der Handlung und Spielzeit in einem Film aus. Wie der Name bereits verrät wird die Handlungsfigur hier mit zahlreichen Problemen und Schwierigkeiten (ggf. auch menschlichen Gegenspielern) konfrontiert, trifft aber gleichzeitig auch auf Verbündete und Unterstützer und lernt, sich der Gefahren zu erwehren.

Auflösung (3. Akt): Im letzten Akt, der ein weiteres Viertel der Gesamthandlung ausmacht, laufen schließlich alle Fäden und Handlungsstränge zusammen. Offene Fragen werden geklärt und aufgelöst und es findet eine Überleitung zum Ende des Films statt.

 

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