Filmbegriffe

Making Of

Was ist ein Making Of?

Was heißt Making Of? Was bedeutet Making Of?

Ein Making Of ist meist ein Extra auf DVD/ Blu-ray Disc, welches Bilder und Videoaufnahmen über die Filmproduktion an sich zeigt. Oft sind ebenfalls Interviews von Film-Cast und Crew vorhanden.

Making Of Facts

Durch ein Making Of wird dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben, hinter die Kamera zu blicken und die Filmproduktion als solches zu betrachten. Man erfährt auf diese Weise mehr über die Komplikationen und Herausforderungen, bestimmte Szenen zu drehen. Ein Making Of ist eine Art Dokumentarfilm über die Entstehung des eigentlichen Films, welches aufgrund seiner Beliebtheit zu einem eigenen Genre zählt. So gibt es mittlerweile sogar Spielfilme, deren Making Of bekannter ist, als der eigentliche Film. (Making Of Beispiel: „Lost in La Mancha“)

Erklärvideo zum Thema Making Of:

Ein muthmedia Mitarbeiter erklärt den Begriff Making of.

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Making Of Beispiel: AION

Ein Making of von der Produktion des Werbefilms für AION.

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Making of Definition

Durch das Making Of kann der Zuschauer in alle Bereiche der Vorproduktion, Produktion und Postproduktion eintauchen. Vor Allem werden auch die großen Komplikationen und Herausforderungen, die das Team während derVideoproduktionen zu bewältigen hatte, aufgezeigt. Neben Ausschnitten von der Arbeit am Set und in der Postproduktion, werden im Making Of auch Interviews mit dem Cast und der Crew gezeigt. Dementsprechend kann auch ein angehender Schauspieler oder ein großer Fan eines Schauspielers seine Freude an einem Making Of haben.

Auch wenn vielen Menschen das Making Of, den Zugang zur Fiktion des Filmes zerstört, ist es doch gerade für Filmemacher, eine sehr gute Gelegenheit einen tieferen Einblick in die Filmproduktion und die Branche an sich zu bekommen.

Making Ofs werden allerdings nicht nur bei Unterhaltungsfilmen produziert. Auch bei Werbefilmen oder in der Musikproduktion gibt es Making Ofs. Diese sind dann aber meist nicht viel länger als der Film selbst. In Musikproduktionen wird dieses Material auch gelegentlich im Musikvideo genutzt.

Normalerweise wird das während der Tonaufnahme entstandene Material auf DVD einer sogenannten „Deluxe“ oder „Limited Edition“ beim Audiokauf beigelegt. Eher seltener werden hierbei Making Ofs als eigenständiges Medium verkauft.

 

Formen und Funktion

Ein Making-of dient mehreren Zwecken. Es begleitet den Dreh, zeigt Techniken und Handwerk und weckt Interesse am Film. Dabei unterscheiden sich Formen deutlich.

  • Promotion-Making-of: kurzer, positiver Werbefilm mit Interviews und Ausschnitten, oft schon vor dem Kinostart.
  • Technisches Making-of: erklärt Spezialeffekte, Bauten oder Kamerafahrten.
  • Dokumentarisches Making-of: begleitet die Produktion über längere Zeit und zeigt auch Probleme und Konflikte.
  • Social-Media-Clip: kurze Einblicke vom Set für Plattformen.

Beispiele

  • „Lost in La Mancha“ (2002, Regie Keith Fulton und Louis Pepe) zeigt das Scheitern von Terry Gilliams Film „The Man Who Killed Don Quixote“.
  • „Hearts of Darkness: A Filmmaker’s Apocalypse“ (1991) dokumentiert die schwierigen Dreharbeiten zu „Apocalypse Now“.
  • „Burden of Dreams“ (1982, Regie Les Blank) begleitet Werner Herzogs Dreh von „Fitzcarraldo“.

Wirkung

Ein Making-of zeigt, dass Filme Arbeit vieler Menschen sind. Es nimmt dem Film etwas vom Zauber, kann aber das Verständnis für Handwerk, Teamarbeit und Probleme steigern. Für Studierende ist es eine praktische Lernquelle.

Häufige Verwechslungen

  • Making-of und Trailer: Ein Trailer wirbt mit Szenen des Films, ein Making-of mit dem Entstehungsprozess.
  • Making-of und Outtakes: Outtakes sind verpatzte oder verworfene Szenen, oft mit Pannen, während ein Making-of die Produktion erklärt.
  • Making-of und Dokumentarfilm: Eigenständige Dokumentationen über Filmproduktionen sind mehr als Beigaben.

Praxis-Hinweise

  • Wer ein Making-of plant, sollte früh klären, wer filmen darf und welche Aufnahmen freigegeben werden.
  • Einverständnis aller Gefilmten und Rechte für Musik und Bilder müssen geklärt sein.
  • Gut ist ein klarer Fokus: Zeigen, wie eine konkrete Szene entstanden ist, wirkt interessanter als ein allgemeiner Rundumblick.

Gerade bei kleinen Produktionen kann ein gut gemachtes Making-of auch eigenständig Aufmerksamkeit bringen, etwa als Kurzvideo, in dem das Team einen schwierigen Take erklärt.

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