Schnitt und Montage: Überblick über die Begriffe
Erst der Schnitt macht aus einzelnen Aufnahmen einen Film. Beim Sichten, Auswählen und Zusammenfügen des Materials entscheiden sich Tempo, Rhythmus und Erzählweise. Die Montage kann Zusammenhänge herstellen, Spannung aufbauen oder Zeit dehnen und raffen. Gleichzeitig gehört die Nachbearbeitung von Bild und Farbe zu diesem Arbeitsbereich.
Diese Übersicht bündelt die Beiträge des Film-Lexikons zu Schnitt und Montage. Der erste Abschnitt erklärt die Grundbegriffe vom Rohschnitt über den Feinschnitt bis zum Schnittplatz. Danach folgen Schnittarten und Übergänge wie Harter Schnitt, Jump Cut, Match Cut, Überblendung oder Split Screen. Ein weiterer Abschnitt behandelt Montageformen und Erzählrhythmus, darunter Parallelmontage, Rückblende, Zeitlupe und Zeitraffer. Außerdem werden die Einheiten Einstellung, Szene, Sequenz und Take sowie die Continuity erläutert. Der Block zur Postproduktion stellt Werkzeuge und Verfahren wie Proxy, LUT, Compositing und Chroma Key vor. Den Abschluss bilden die Berufe Cutter, Editor und Colorist.
Alle Begriffe sind in eigenen Beiträgen ausführlicher beschrieben. Die Seite eignet sich als Einstieg und als Nachschlagehilfe für Studium, Hobby und Praxis.
Grundbegriffe des Schnitts
- Montage – kreativer Akt der zeitlichen Anordnung von Szenen
- Filmschnitt – auch Filmmontage genannt
- Videoschnitt
- Videobearbeitung
- Cut – auch einfach Schnitt genannt
- Rohschnitt – Teil der Postproduktion, sichtet und ordnet das Material
- Feinschnitt – letzte Station vor der Fertigstellung des Films
- Schnittplatz – Ort, an dem der Videoschnitt stattfindet
- Schnittsystem
- Timecode – fortlaufende numerische Bezeichnung zeitlicher Positionen
Schnittarten und Übergänge
- Harter Schnitt – fällt dem Zuschauer deutlich auf
- Jump Cut – bricht gezielt den flüssigen Übergang zum nächsten Bild
- Match Cut
- Umschnitt
- Dreipunktschnitt
- Schuss-Gegenschuss
- Überblendung
- Aufblende – Gegenteil der Abblende
- Abblenden
- Split Screen – Teilung des Bildes in mehrere Bereiche
Montageformen und Erzählrhythmus
- Cross-Cutting – wiederholtes Hin- und Herschneiden zwischen Handlungslinien
- Parallelmontage – zwei oder mehr Handlungsstränge abwechselnd gezeigt
- Flashback
- Rückblende – Erzähltechnik, die frühere Ereignisse zeigt
- Insert
- B-Roll
- Slow Motion
- Zeitlupe – Bildfrequenz wird bei der Aufnahme erhöht
- Zeitraffer – beschleunigte Darstellung einer längeren Aufnahme
Einheiten und Kontinuität
- Einstellung – ununterbrochene Aufnahme mit der Kamera
- Sequenz – Gruppe aufeinanderfolgender Einstellungen
- Szene
- Take – kontinuierliche Aufnahme vom Start bis zum Stopp
- Continuity – Person, die auf Anschlüsse zwischen Szenen achtet
- Anschlussfehler – auch Continuity Error genannt
Technik der Postproduktion
- Keyframes
- Proxy – Arbeitskopien bei zu großen Datenmengen, etwa 4K
- Bin – Ordner im Schnittprogramm
- LUT – Lookup Table, eine Art Grading-Preset
- Compositing – mehrere Elemente werden zu einem Bild zusammengesetzt
- Keying – Freistellen von Bildelementen vom Hintergrund
- Chroma Key – entspricht dem Greenscreen-/Bluescreen-Verfahren
- Postproduktion – alle Arbeitsschritte der Nachbearbeitung
- Bildmischung
Berufe
- Cutter – sichtet das Material und fügt es zusammen
- Editor / Filmeditor
- Colorist – Farbspezialist, der dem Film seinen Look gibt