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Videoschnitt

Filmlexikon | Videoschnitt

Definition Videoschnitt, Videoschnitt-Software und Video-Editor

Beim Videoschnitt wird das Ausgangsmaterial aus Dreharbeiten nachbearbeitet. Durch diese sogenannte Postproduktion entsteht ein final gestaltetes Video; als Videobearbeitung von Videomaterial umfasst diese Bearbeitung die Reihenfolge der Sequenzen und prägt so die Form des fertigen Films.

Entwicklung des Videoschnitts und DaVinci Resolve

Früher wurde mit dem linearen Filmschnitt gearbeitet, bei dem direkt von der Quelle auf das Ziel kopiert wurde. Es wurde unterschieden zwischen dem Assemble-Schnitt und dem Insert-Schnitt. Nach jedem Einfügen einer Sequenz musste dann aber das nachfolgende Material neu geschnitten werden, beziehungsweise wurde das ursprüngliche Material überschrieben. Das war sehr mühselig, und mit analogen Geräten war der gesamte Prozess besonders aufwendig. Das Material verlor zu viel seiner Qualität.

Heute verwendet man zur Nachbearbeitung des Videos den nichtlinearen Videoschnitt mit unterschiedlichen Cut-Arten. Durch die Digitalisierung wird der Generationsverlust – also der Qualitätsverlust durch ständiges Kopieren – vermieden. Mit Videoschnitt-Software lassen sich die einzelnen Sequenzen anordnen, trimmen und mit wichtigen Funktionen gezielt bearbeiten. Solche Videoschnittprogramme oder ein Schnittprogramm sind heute auf Windows, Windows 11, PC und Linux nutzbar; für den Mac gibt es etwa Final Cut Pro exklusiv sowie iMovie als kostenloses Schnittprogramm. DaVinci Resolve bietet zudem eine kostenlose Ausgabe mit 4K-Export, Microsoft Clipchamp ist ein kostenloser Video-Editor für Windows, exportiert in der freien Fassung aber nur bis 1080p, und Premiere Pro gilt als Standard unter professionellen Programmen. Moderne Smartphones ermöglichen heute 4K-Videoaufzeichnung und machen die Bearbeitung damit für viele erst per Smartphone breiter zugänglich. Es gibt verschiedene Techniken für den Übergang der Schnittstellen, wobei Übergänge und Effekte zu den typischen Funktionen moderner Videobearbeitungssoftware zählen; für Einsteiger gelten Adobe Premiere Elements als einsteigerfreundliche Lösung und Filmora X als preiswerte Option.

Eine übersichtliche Benutzeroberfläche beziehungsweise Oberfläche erleichtert in der Praxis besonders Anfängern, Einsteigern und Neulingen den Einstieg und gibt einen klaren Blick auf die Werkzeuge, während Profis und Profi-Cutter meist mehr Technik und zusätzliche Tools an einem professionellen Schnittplatz erwarten. Canva erlaubt dabei auch die Bearbeitung von Videos in Echtzeit, die als Teil der digitalen Postproduktion verstanden werden kann.

Ein Video wird mit einer Software an einem Computer geschnitten.

Verschiedene Softwares ermöglichen die professionelle Nacharbeitung des Videos und geben einen knappen Überblick im Vergleich gängiger Produkte und Tools.

Verschiedene Techniken des Videoschnitts für Social Media:

Diese Techniken lassen sich im Video-Editor auf verschiedenen Spuren mit einzelnen Clips, Ton und Text kombinieren; oft werden solche Inhalte für YouTube und andere Plattformen aufbereitet, wobei der verantwortliche Filmeditor die gestalterische Kontrolle behält.

  • Der Hard-Cut ist ein Schnitt ohne Übergang und bleibt auch nach dem Export des fertigen Videos als sichtbarer Wechsel erhalten.

  • Beim L-Cut wird die erste Sequenz mit in die zweite gezogen.

  • Beim J-Cut ist es umgekehrt: die nachfolgende Sequenz beginnt bereits in der aktuellen.

  • Das kurze Einblenden einer Szene oder eines Bildes findet man beim Cut-away.

  • Beim Jump-Cut werden Sequenzen einer Szene übersprungen.

  • Die Bewegung der Kamera sieht man beim Camera-Movement.

  • Cross-Fade bedeutet der verschwommene Übergang zur nächsten Szene und bleibt ebenfalls als sichtbarer Übergang bestehen.

  • Wipe-Cut nennt man den sogenannten Scheibenwischerschnitt.

  • Beim Hidden-Cut verschwindet das Bild großflächig im Hellen oder Dunklen und taucht von dort in einer anderen Szene wieder auf.

  • Zwei komplett unterschiedliche Szenen werden durch den Smash-Cut getrennt.

In längeren Spielfilmen entstehen darüber hinaus häufig alternative Schnittfassungen wie ein Director’s Cut, der sich in Umfang und Dramaturgie vom Kinorelease unterscheidet.

  • Beim Match-Cut vollführt z. B. der Darsteller die gleiche Bewegung vor einem unterschiedlichen Hintergrund.

  • Der Action-Cut zeigt die fortgeführte Bewegung in der nächsten Szene.

  • Beim Cross-Cutting werden zwei verschiedene Szenen im Wechsel gezeigt, die dann am Ende zusammenfinden.

Manche Apps nutzen dafür Vorlagen, damit Material schneller für Social Media entsteht; ein Beispiel ist CapCut für Android, wobei Aufnahmen auch vom Bildschirm oder per Webcam stammen können.

Die Wahl der Technik sollte zur Stimmung des Films, zur Art der Szene und zu unterschiedlichen Aufnahmen passen; dazu gehören auch Entscheidungen über den präzisen Feinschnitt sowie gegebenenfalls einen späteren Umschnitt.

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