Szenerie
Filmlexikon | Szenerie Bedeutung: Was ist eine Szenerie?
Szenerie Definition, was sich dem Blick des Betrachters darbietet, und Bühnenbild
Eine Szenerie bezeichnet die Umgebung oder den Schauplatz, in dem eine Handlung oder eine Szene stattfindet, also das visuelle Gesamtbild einer räumlichen Umgebung; das Wort wird oft Synonym zu „Kulisse“ oder „Schauplatz“ verwendet. Für filmbegeisterte Leser, Studierende der Filmwissenschaft, Filmschaffende sowie Lehrer und Schüler erklärt dieser Beitrag die Bedeutung des Begriffs in Literatur, Film und Theater und ergänzt damit das Filmlexikon mit wichtigen Filmbegriffen. Das Wort „Szenerie“ (/t͡seːneˈʁiː/) ist im Deutschen ein feminines Substantiv und gehört zum C2-Sprachniveau. In der schwachen Deklination stehen im Nominativ Singular „die Szenerie“, im Genitiv Singular „der Szenerie“ und im Nominativ Plural „die Szenerien“ (/t͡seːneˈʁiːən/); zur Schreibweise und grammatischen Einordnung vgl. Duden. Es ist der räumliche Kontext, in dem sich die Ereignisse entwickeln, und der Begriff stammt aus dem Lateinischen „scaena“. Ursprünglich kommt er aus dem Theater. Der Begriff wird in literarischen, filmischen und theatralischen Kontexten sowohl wörtlich als auch übertragen verwendet und kann metaphorisch den Schauplatz oder die Atmosphäre eines Geschehens bezeichnen.
In der Literatur beschreibt die Szenerie den Ort, an dem die Handlung stattfindet, und kann Details zu Landschaften, Gebäuden, Wetterbedingungen und anderen Umgebungselementen umfassen; ebenso kann sie den visuellen Rahmen eines Romans, eines Stücks, einer beeindruckenden Landschaft oder einer Stadtansicht meinen, wie es in vielen Filmbegriffen des Filmlexikons theoretisch beschrieben wird. In Filmen und Theaterstücken bezieht sie sich auf Bühne, Bühnenbild und Bühnendekoration, also auf die englisch auch als Filmset bezeichnete Gestaltung, und umfasst auch Kulissen und Dekorationen in Film und Theater; im Theater bezeichnet sie zudem die künstlerische Gestaltung der Bühne, einschließlich Requisiten, Beleuchtung und Hintergründen, die den visuellen Kontext für die Handlung liefern.
Die Wahl der Szenerie ist entscheidend für Atmosphäre, Stimmung und visuelle Wirkung einer Geschichte und beeinflusst maßgeblich die Planung der Dreharbeiten am Set sowie den dazugehörigen Drehplan der Produktion. Sie kann den Blick des Betrachters lenken und beschreibt auch das, was sich vom Blick des Betrachters von einem bestimmten Standort aus darbietet; als Gesamtheit der Eindrücke verstärkt sie die Wirkung einer Handlung und ist deshalb für das Verständnis, die Inszenierung und die Gestaltung von Filmszenen sowie die Auswahl eines passenden Drehorts zentral.
Beispiele: Die düstere Szenerie der Stadt London unterstreicht die Spannung der Szene; eine gelungene Exposition nutzt solche Bilder, um Ort und Stimmung früh zu etablieren und die Dramaturgie des Films zu unterstützen, und im Filmschnitt bis hin zur Veröffentlichung eines Director’s Cut als bevorzugter Schnittfassung werden Szenen oft zu einer größeren Sequenz zusammengefügt. Im Englischen entspricht das je nach Kontext auch „scenery“. Unterschiedliche Einstellungsgrößen in der Bildgestaltung beeinflussen zudem, wie eine Szenerie wahrgenommen wird. Beispielsätze helfen, das Wort im Kontext schneller zu verstehen.

Szenerien werden immer angepasst, um den Zuschauern den Handlungsraum sowie die Emotionen zu vermittlen; daran arbeiten unter anderem Bühnenbildner, Szenenbildner und Kulissenbauer.



