Spielfilm
Was ist ein Spielfilm?
Spielfilm Definition
Bei einem Spielfilm handelt es sich um einen Film mit überwiegend bis vollständig fiktionaler Handlung, welcher der Unterhaltung dient. Im Gegensatz zum Trickfilm und zum Animationsfilm treten bei einem Spielfilm allerdings reale Schauspieler auf.
Spielfilme werden in der Regel für das Kino oder das Fernsehen produziert und haben – anders als der Kurzfilm, der meist nicht länger als 30 Minuten ist – oft eine Länge von 90 Minuten und mehr. Der komplette Ablauf der Geschehnisse, die Dialoge und Handlungen der einzelnen Filmfiguren werden bei einem Spielfilm schon vorab in einem Drehbuch formuliert.
Auch wenn Animationsfilme in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, machen Spielfilme immer noch den größten Teil der im Kino gezeigten Filme aus.
Spielfilm Arten / Filmgenres
Der Spielfilm lässt sich in viele unterschiedliche Filmgenres und Formate unterteilen, die ganz unterschiedliche Eigenarten und Merkmale aufweisen. Zu den bekanntesten Arten von Spielfilmen zählen die folgenden:
- Abenteuerfilm
- Actionfilm
- Coming-of-Age-Film
- Drama
- Familienfilm
- Fantasyfilm
- Film Noir
- Gangsterfilm
- Historienfilm
- Horrorfilm
- Jugendfilm
- Kinderfilm
- Komödie
- Kostümfilm
- Kriegsfilm
- Kriminalfilm
- Liebesfilm
- Martial-Arts-Film
- Melodram
- Monumentalfilm
- Roadmovie
- Science-Fiction-Film
- Thriller
- Westernfilm
Spielfilm: Abgrenzung, Entstehung und Beispiele
Ein Spielfilm erzählt eine erfundene oder zumindest dramatisierte Geschichte mit Schauspielern. Anders als der Dokumentarfilm will er nicht abbilden, was geschehen ist, sondern inszeniert es für die Kamera.
Abgrenzung zu anderen Formen
- Dokumentarfilm: zeigt Wirklichkeit, auch wenn er sie gestaltet.
- Kurzfilm: ein Spielfilm in knapper Form. Die Grenze zwischen kurz und lang ist nicht einheitlich, Festivals und Förderstellen legen eigene Mindestlängen fest.
- Fernsehfilm und Serie: fiktional, aber für ein anderes Ausspielformat und oft mit anderer Dramaturgie gebaut.
- Animationsfilm: ebenfalls fiktional, entsteht aber ohne klassische Aufnahme realer Schauspieler.
Wie ein Spielfilm entsteht
Der Weg verläuft meist in vier Phasen. In der Entwicklung entstehen Idee, Exposé und Drehbuch sowie die Finanzierung. In der Vorproduktion werden Besetzung, Drehorte, Team und Drehplan festgelegt. Der Dreh nimmt das Material auf. In der Postproduktion folgen Schnitt, Ton, Musik, Farbkorrektur und visuelle Effekte. Dazwischen liegen viele Abstimmungen, deshalb ist ein Spielfilm in erster Linie Teamarbeit.
Filmbeispiele
- „Casablanca“ (1942, Regie Michael Curtiz): ein klassischer Hollywood-Studiofilm mit ausgefeiltem Drehbuch.
- „Lola rennt“ (1998, Regie Tom Tykwer): erzählt dieselbe Geschichte in mehreren Varianten und zeigt, wie frei Spielfilme mit Zeit umgehen können.
- „Das Leben der Anderen“ (2006, Regie Florian Henckel von Donnersmarck): ein deutscher Spielfilm, der historische Wirklichkeit in einer erfundenen Handlung verarbeitet.
Häufige Verwechslungen
„Basiert auf wahren Begebenheiten“ macht aus einem Spielfilm keine Dokumentation. Die Inszenierung verdichtet, kürzt und erfindet Dialoge. Wer sich auf einen Film als Quelle stützt, sollte das im Hinterkopf behalten.
Praxis-Hinweise
Wer einen Spielfilm plant, sollte früh die Zielform klären: Kino, Fernsehen oder Streaming. Davon hängen Länge, Bildformat und Tonmischung ab. Auch Rechte an Musik, Vorlage und Drehorten gehören vor den Drehbeginn geklärt.
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