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Monumentalfilm

Filmlexikon | Was ist ein Monumentalfilm?

Monumentalfilm Definition und Ridley Scott

Bei einem Monumentalfilm (auch „Kolossalfilm“) handelt es sich um ein Spielfilm-Format, welcher sich durch einen besonders hohen Produktions- und Kostenaufwand, hohe Produktionskosten, ein großes Budget und enormen Aufwand auszeichnet und oft direkt für das Kino produziert wird. Grund dafür sind etwa kostspielige Massenszenen mit unzähligen Statisten – in Die Zehn Gebote waren es etwa 14.000 –, große, aufwendig nachgebaute Filmkulissen mit sichtbarer Opulenz, detailliert ausgearbeitete Kostüme, eine hohe Laufzeit von oftmals 3 bis 4 Stunden, der Einsatz berühmter Schauspieler sowie ganz allgemein eine sehr aufwendige Inszenierung.

Die Handlung von Monumentalfilmen dreht sich oft um Kriege, Revolutionen oder große gesellschaftliche Umbrüche, um Kampf gegen Unterdrückung, um Freiheit und um historische Helden; in antiken Stoffen spielen zudem oft Sklaven eine wichtige Rolle. Viele Monumentalfilme zählen daher zu den Historienfilmen, wobei solche Stoffe auf das Publikum oft wie ein großes historisches Epos und Narrativ wirken.

Mittelalterliche Schlacht auf einem brennenden Feld in einem Monumentalfilm.

Kämpfe und Schlachten sind oft Teil historischer Monumentalfilme.

Monumentalfilm Liste: Lawrence von Arabien

Da es sich bei dem Monumentalfilm nicht um ein eigenes Genre handelt, können sehr unterschiedliche Filme zu den Monumentalfilmen im filmischen Fachvokabular gezählt werden. Je nach Version eines Stoffes setzt jeder Regisseur andere Schwerpunkte in Stil und Erzählweise. Die Filmgeschichte und das Filmlexikon bietet auf dieser Seite viele bekannte Beispiele. Dazu zählen etwa Komödien, Kriegsfilme, Western und sogar Fantasyfilme. Im Folgenden werden einige der berühmtesten Monumentalfilme aller Zeiten mit ihrer jeweiligen Geschichte aufgeführt:

  • Die Nibelungen (1924)

  • Napoleon (1927)

  • Quo Vadis (1954)

  • Die Zehn Gebote (1956)

  • Ben Hur (1959)

  • Spartacus (1960)

  • König der Könige (1961)

  • Lawrence von Arabien (1962)

  • Cleopatra (1963)

  • Gladiator (2000)

  • Der Herr der Ringe (2001)

  • Troja (2004)

Bei „Die Nibelungen“ setzte Fritz Lang die Sage in eindrucksvollen Stummfilmbildern um.

In „Quo Vadis“ spielt Peter Ustinov Kaiser Nero, während der Kaiser im brennenden Rom zur Schlüsselfigur der Handlung wird.

„Die Zehn Gebote“ zeigt Moses noch als einen der ägyptischen Prinzen, und der Inhalt der berühmten Szene um das geteilte Meer bleibt bis heute besonders bekannt.

„Ben Hur“ wurde von William Wyler inszeniert und gewann elf Oscars und andere Filmpreise, was damals ein Rekord war.

„Spartacus“ trägt klar die Handschrift von Stanley Kubrick und dauert drei Stunden und 17 Minuten.

„König der Könige“ rückt Jesus Christus ins Zentrum und zeigt sein Leben so, dass die Figuren für viele Menschen greifbarer werden.

„Lawrence von Arabien“ machte Peter O’Toole und Omar Sharif weltweit bekannt und gewann sieben Oscars.

„Cleopatra“ fiel auch durch seine hohen Kosten auf, denn die Produktion verschlang 44 Millionen US-Dollar und lief ursprünglich in prachtvollen Filmpalästen des klassischen Kinos.

„Gladiator“ wurde von Ridley Scott inszeniert und erhielt vier Oscars, darunter den Preis für den besten Film.

In „Troja“ gehört Orlando Bloom zur prominenten Besetzung.

Ein römisches Kolosseum in einem Monumentalfilm der Antike.

Die Handlung vieler Monumentalfilme spielt in der Antike.

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