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Maskenbildner

Was macht ein Maskenbildner?

Maskenbildner Beruf & Aufgaben

Der Beruf des Maskenbildners vereint Elemente aus dem Friseurhandwerk mit den Fertigkeiten von Visagisten und Kostümbildnern, um Schauspieler für Film, Fernsehen oder Theater zu verwandeln.

Dabei reicht das vielseitige Aufgabenspektrum vom Schminken, Stylen und Frisieren der Schauspieler bis hin zur Produktion von Perücken, Haarteilen, Masken und sogar künstlichen Körperteilen (etwa Nasen), die zur Verwandlung des Schauspielers oder der Schauspielerin benötigt werden. Auch das fachgerechte Anlegen, Pflegen und Reinigen dieser Kostümelemente gehört zum Aufgabenspektrum des Maskenbildners.

Maskenbildner arbeiten vor allem für Filmstudios, Werbefilmagenturen, beim Fernsehen oder beim Theater. Aber auch an Opernhäusern werden talentierte Maskenbildner benötigt.

Eine Maskenbildnerin schminkt einen Schauspieler mit einem Pinsel für einen Horrorfilm.
Maskenbildner werden mit ihren Schminkfertigkeiten vor allem beim Film und am Theater gebraucht.

Maskenbildner Ausbildung & Voraussetzungen

Der Weg zum Job als Maskenbildner oder Maskenbildnerin führt in den meisten Fällen über die duale Ausbildung zum Maskenbildner. Für die üblicherweise 3-jährige Ausbildung, die jedoch auf 2 Jahre verkürzt werden kann, ist zwar kein spezieller Schulabschluss vorgeschrieben, rund 60 % der Azubis verfügen jedoch über die Hochschulreife, weitere 30 % über einen mittleren Bildungsabschluss.

Während der Ausbildung lernt der Maskenbildner-Azubi dann z. B. wie man etwa Haarteile, Perücken und Masken herstellt und die idealen Materialien dafür auswählt und vorbereitet. Auch das Schminken, das Frisieren von Haaren, die Reinigung und Pflege von Maskenteilen sowie die Kostenberechnung sind Teil der vielseitigen Ausbildung.

Wer eine Ausbildung zum Maskenbildner absolvieren möchte, sollte vor allem Kreativität und handwerkliches Geschick mitbringen, um etwa Perücken anzufertigen oder auch das Haar der Darsteller zu frisieren und für den Auftritt zu optimieren. Wichtig ist dabei ein Blick für das Detail, um auch kleinste Abweichungen im Maskenbild sofort zu erkennen.

Auch ein gewisses zeichnerisches Talent kann von Vorteil sein, um etwa vorab bereits Skizzen für Make-up- und Masken-Konzepte anzufertigen. Da Maskenbildner nicht nur in der Werkstatt an Masken, sondern auch sehr viel direkt am Menschen arbeiten, ist Kontaktfreude ebenfalls eine wichtige Voraussetzung, um Spaß an der Arbeit als Maskenbildner zu haben.

Ein Maskenbildner prüft eine Perücke, die für eine Filmaufnahme benötigt wird.
Maskenbildner haben ein Auge für das Detail und bereiten Perücken, Haarteile etc. für den Dreh vor.

Maskenbildner Gehalt

Das Einstiegsgehalt eines Maskenbildners direkt nach der Ausbildung liegt ungefähr zwischen 1.600 und 2.200 Euro brutto. Im Durchschnitt verdienen Maskenbildner bei einer 40-Stunden-Woche etwa 2.400 Euro brutto. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße, Region und Position (etwa als Chefmaskenbildner mit Personalverantwortung) sind aber auch höhere Verdienste möglich.

Handwerk hinter der Verwandlung

Maskenbildner arbeiten im engen Austausch mit Regie, Kamera und Kostüm. Sie müssen dafür sorgen, dass eine Figur während des gesamten Drehs gleich aussieht, auch wenn Szenen in anderer Reihenfolge gedreht werden. Deshalb führen sie genaue Fotodokumentation und Notizen, den sogenannten Continuity-Plan.

Typische Aufgabenfelder

  • Beauty- und Korrekturmaske: Hautton ausgleichen, Glanz abpudern, damit Gesichter unter Scheinwerfern natürlich wirken.
  • Alterung und Charakter: Falten, Narben, Haarfarbe oder Bärte verändern das Aussehen einer Figur.
  • Spezialeffekte: Wunden, Verbrennungen, Schweiß oder Schmutz werden mit Wachs, Silikon und Farben gestaltet.
  • Prothesen: Aufgeklebte Formteile aus Schaumlatex oder Silikon verwandeln Gesichter oder Körper, etwa für Fantasy- oder Horrorfiguren.
  • Perücken und Haarteile: Sie werden angepasst, geknüpft und gepflegt, besonders in Historienfilmen.

Beispiele

„Planet der Affen“ (Regie: Franklin J. Schaffner, 1968) wurde für seine aufwendigen Affenmasken bekannt, die über viele Stunden angelegt wurden. Bei „Der Herr der Ringe“ von Peter Jackson (2001 bis 2003) entstanden zahlreiche Prothesen und Perücken für Figuren wie Orks, Hobbits und Elben.

Häufige Verwechslungen

  • Maskenbildner und Visagist: Der Visagist schminkt, der Maskenbildner verwandelt zusätzlich mit Haar, Prothesen und Effekten.
  • Maske und Make-up: Im Filmjargon heißt die Abteilung kurz „Maske“.
  • Maskenbildner und Kostümbildner: Kostüm kümmert sich um Kleidung, Maske um Gesicht und Haar.

Praxis-Hinweise

Haut-Verträglichkeit und Hygiene sind wichtig, deshalb testen Maskenbildner Materialien vorab. Filmtauglich geschminkt wird anders als fürs Theater, da die Kamera nahe herangeht und HD-Bilder jedes Detail zeigen.

Merkpunkt

Gute Maske fällt nicht auf. Sie unterstützt Figur und Geschichte, ohne den Blick auf sich zu ziehen, und muss auch unter Hitze, Licht und langen Drehtagen halten.

 

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