Slasher
Was ist ein Slasher?
Was bedeutet Slasher in der Filmindustrie?
Slasher ist ein Subgenre des Horrorfilms, bei dem Menschen von Killern verfolgt und bedroht werden. Meistens handelt es sich bei dem Killer um einen „unauffälligen, ruhigen Charakter“, bei dem sich herausstellt, dass er psychisch instabil ist. Dieser Charakter ermordet, in der Regel auf bestialische Art und Weise, andere Menschen (meistens ahnungslose Teenager). Bekannte Slasher Beispiele sind Filmproduktionen, wie „Scream“ oder „Halloween„.
Der Slasher folgt einem klaren Muster und lebt davon, dass das Publikum die Regeln kennt. Gerade diese Vorhersehbarkeit wird oft als Teil des Reizes betrachtet.
Typische Merkmale
- Ein Täter, der oft maskiert oder schwer zu fassen ist und mit einer Stichwaffe oder einem Werkzeug tötet.
- Eine Gruppe meist junger Figuren, die der Reihe nach verschwindet.
- Eine Vorgeschichte, die erklärt oder andeutet, warum der Täter mordet.
- Die Überlebende, die das Finale bestreitet. Die Filmwissenschaftlerin Carol Clover prägte dafür den Begriff „Final Girl“.
- Spannungsaufbau aus Blickwinkeln des Täters, Musik und langen Wegen durch Dunkelheit.
Herkunft
Als Vorläufer gelten der italienische Giallo und Hitchcocks „Psycho“ (1960). Zum eigenen Muster wurde der Slasher Ende der 1970er-Jahre, besonders mit „Halloween“ (1978, Regie John Carpenter), der den Typ des maskierten Verfolgers in einer ruhigen Vorstadt etablierte. „Freitag der 13.“ (1980, Regie Sean S. Cunningham) folgte kurz darauf und brachte viele Fortsetzungen hervor.
Selbstreferenz
Mit „Scream“ (1996, Regie Wes Craven) bekam das Genre eine ironische Wendung: Die Figuren kennen die Regeln des Slashers und sprechen darüber. Dadurch wurde der Film zugleich Slasher und Kommentar zum Slasher.
Häufige Verwechslungen
- Slasher und Splatter sind nicht dasselbe. Der Splatterfilm stellt Blut und Körperverletzung in den Vordergrund, der Slasher das Muster aus Täter und Opfern.
- Ein Psychothriller kommt meist mit weniger Gewalt und mehr psychologischer Spannung aus.
- Nicht jeder Horrorfilm mit einem Killer ist ein Slasher: Entscheidend ist die Serie von Morden an einer Gruppe.
Praxis-Hinweise
Beim Anschauen lohnt es sich, auf Kameraführung und Ton zu achten: Oft entsteht die Angst nicht durch das Gezeigte, sondern durch das Warten darauf. Wer selbst einen Slasher dreht, sollte auf Jugendschutz und Altersfreigabe achten und überlegen, wie viel gezeigt werden muss. Gute Beispiele sparen oft aus.
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