Filmtechnik

Tripod

Was ist ein Tripod?

Tripod Definition

Bei einem Tripod handelt es sich um ein dreibeiniges Stativ, auf dem Foto-, Film- und Videokameras aufgestellt werden können, um diesen eine höhere Stabilität zu verleihen und verwacklungsfreie Aufnahmen zu ermöglichen. Tripods können im Prinzip überall aufgestellt werden und sind in unterschiedlichen Höhen verfügbar. Oftmals handelt es sich bei den Beinen zudem um ausziehbare Teleskopstangen, wodurch das Dreibeinstativ selbst höhenverstellbar wird.

Im Gegensatz zu einem Monopod steht das Tripod komplett eigenständig und muss nicht vom Kameramann gehalten werden, wodurch es sich wesentlich besser für Filmaufnahmen eignet, da bei diesen die einzelnen Einstellungen in der Regel mehrmals aufgenommen werden müssen.

Ein kleines Tripod-Stativ mit flexiblen Beinen stabilisiert eine Kamera bei Videoaufnahmen in einer Gebirgslandschaft.
Kleine Tripods mit beweglichen Beinen können besonders flexibel eingesetzt werden.

Links sind Affiliate-Links. Bestellst du etwas über diesen Link, erhalten wir eine kleine Provision – Für dich entstehen aber keine Mehrkosten. Vielen Dank dafür!

Tripod richtig wählen und einsetzen

Ein Stativ stabilisiert nicht nur, es erlaubt auch gleichmäßige Kamerabewegungen. Entscheidend ist der Stativkopf, also der Teil zwischen Beinen und Kamera.

Bauteile

  • Beine: Aus Aluminium oder Carbon, meist ausziehbar. Carbon ist leichter und dämpft Schwingungen, Aluminium meist günstiger und robuster.
  • Stativkopf: Für Foto sind Kugelköpfe üblich; für Film nutzt man Videoneiger oder Fluidköpfe, die weiche Schwenks und Neigungen ermöglichen.
  • Schnellwechselplatte: Sie erlaubt, die Kamera rasch anzusetzen und abzunehmen.
  • Wasserwaage: Sie zeigt, ob die Kamera gerade steht, damit der Horizont nicht kippt.
  • Spreizen oder Mittelsäule: Sie stabilisieren die Konstruktion oder verändern die Höhe.

Wirkung im Film

Ein festes Stativbild wirkt ruhig, kontrolliert, manchmal fast statisch. Handkamera erzeugt dagegen Unruhe. Die Entscheidung für oder gegen Stativ ist daher auch eine Frage der Erzählhaltung: Wer ein Gespräch ruhig beobachten will, wählt das Stativ, wer Nähe und Hektik zeigen möchte, greift zur Hand.

Häufige Verwechslungen

  • Tripod und Monopod: Das Einbeinstativ stützt, muss aber gehalten werden.
  • Tripod und Gimbal: Der Gimbal gleicht Bewegungen beim Gehen aus und ersetzt kein Stativ.
  • Tripod und Schulterstativ: Letzteres stabilisiert die Kamera an der Schulter.

Praxis-Hinweise

  • Die Beine zuerst ausziehen, die dickeren Segmente zuerst, den Mittelsäulen-Auszug möglichst vermeiden.
  • Auf weichem Boden, Wind oder Wasser hilft ein tiefer Schwerpunkt oder zusätzliches Gewicht.
  • Vor dem Dreh Ausgleich der Kamera am Kopf prüfen, damit sie nicht vorkippt.
  • Am Stativ Kamera stets sichern und nie unbeaufsichtigt lassen.

Merkpunkt

Ein Stativ ist ein Werkzeug für Ruhe und Wiederholbarkeit. Wer dieselbe Einstellung mehrfach drehen muss, etwa für Interviews oder Zeitrafferaufnahmen, profitiert davon besonders.

« zurück zum Filmlexikon

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"