Filmbegriffe

VR Video

Was ist ein VR Video?

VR Video Definition

Bei einem VR Video handelt es sich um eine Videoform, die es dem Betrachter unter Einsatz einer VR Brille erlaubt, in eine virtuelle Welt einzutauchen. In dieser kann er sich dann frei bewegen und sein Blickfeld durch Kopfbewegungen – oder alternativ mit einem Controller – lenken. So ermöglicht das Virtual Reality Video nicht nur einen 360 Grad Rundumblick, sondern auch das besonders intensive Erleben der virtuellen Welt. Gerät der Gedanke an die reale Welt dabei in den Hintergrund, spricht man von Immersion.

Der Unterschied zum klassischen 360 Grad Video besteht darin, dass VR Videos auf zwei Augen ausgelegt sind und nur mit einer VR Brille oder einem VR Headset betrachtet werden können.

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VR Video Einsatzgebiete

Virtual Reality Videos erlauben ein besonders intensives Erleben der virtuellen Welten, da der Betrachter sich quasi mittendrin befindet und durch seine Bewegungen direkt selbst mit der VR Welt interagiert. Daher bietet sich die VR Technologie besonders für Computerspiele und Videospiele an, die den Spieler so noch tiefer in die Handlung ziehen.

Aber auch in der Werbung und auf Messen werden VR Videos eingesetzt. Potenzielle Kunden können Produkte und Dienstleistungen so im virtuellen Raum erfahren, mit ihnen interagieren und eine positiven Bezug zu ihnen aufbauen. Durch die aktive Auseinandersetzung werden Informationen noch besser gespeichert und bleiben lange im Gedächtnis des Kunden.

Die VR Technologie bietet sich aber auch in Kombination mit virtuellen Rundgängen an. Hotelanlagen, Arztpraxen, Messen und touristische Ziele lassen sich so schon vorab begehen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen und schon vor der echten Besichtigung Vertrautheit mit dem jeweiligen Ort aufzubauen.

Ein weiteres Anwendungsfeld ist der Bereich Fortbildung. Schüler, Studenten, Kunden oder Mitarbeiter erhalten mit einem VR Video einen viel direkteren Zugang zu dem vermittelten Wissen, welches nicht nur gesehen oder gelesen, sondern durch das Eintauchen in den virtuellen Raum selbst erlebt wird.

Unterschied zwischen VR und AR Videos

Im Gegensatz zum Virtual Reality Video, das die reale Welt komplett ausblendet und ersetzt, wird diese bei einem AR Video lediglich erweitert. Augmented Reality stellt also einen Mittelweg zwischen Virtual Reality und der realen Welt dar, welcher nur einzelne Elemente hinzugefügt werden.

Für AR Videos, die ebenso wie VR Videos zu den „Immersiven Medien“ gezählt werden, ist jedoch nicht zwangsläufig auch eine VR Brille erforderlich. So werden hier etwa auch häufig Smartphones oder Tablets verwendet.

Technik und Gestaltung von VR Video

VR Videos werden mit Kameras aufgenommen, die mehrere Objektive besitzen. Die Einzelbilder werden zu einem Rundumbild zusammengesetzt („Stitching“) und für das Headset aufbereitet. Stereoskopische Aufnahmen liefern für beide Augen leicht unterschiedliche Bilder, wodurch Tiefe entsteht.

Besonderheiten bei der Gestaltung

  • Kein Bildausschnitt: Die Regie bestimmt nicht, wohin der Zuschauer blickt. Wichtige Handlung muss deshalb durch Ton, Bewegung oder Licht angekündigt werden.
  • Keine klassischen Schnitte: Zu schnelle Schnitte oder Kamerafahrten können Unwohlsein auslösen.
  • Kamera-Höhe: Sie sollte der Augenhöhe der Zuschauer entsprechen, sonst wirkt der Raum falsch.
  • Nähe: Personen und Objekte in großer Nähe wirken sehr präsent; Stitching-Fehler zeigen sich dort besonders stark.
  • Raumklang: Räumlicher Ton (Ambisonics oder binaural) trägt stark zum Eintauchen bei.

Einsatz

Dokumentarische Reportagen, Konzerte, Reisefilme, Trainings, Immobilienrundgänge und experimentelle Kurzfilme nutzen die Form. Im Spielfilm bleibt sie vorerst eine Nische, weil die Erzählmittel des klassischen Kinos nur eingeschränkt übertragbar sind.

Häufige Verwechslungen

  • VR Video und 360-Grad-Video: Letzteres lässt sich auch am Bildschirm mit Maus oder Fingerwisch erkunden, VR nutzt Headset und Kopfbewegung.
  • VR Video und VR-Spiel: Im Video ist das Bild aufgenommen, im Spiel wird es berechnet und reagiert auf Eingaben.
  • VR und AR: Augmented Reality ergänzt die reale Umgebung durch Einblendungen.

Praxis-Hinweise

Auflösung und Bildrate sind wichtiger als bei normalem Video, da ruckelnde Bilder schneller Übelkeit auslösen. Stativ und ruhige Kameraposition vermeiden Probleme. Wer plant, sollte die Kamera stets in Bildmitte der Handlung stellen und Stitching-Nahtstellen von Gesichtern fernhalten.

Merkpunkt

VR Video funktioniert am besten bei Inhalten, bei denen der Raum selbst interessant ist. Kurze Stücke von wenigen Minuten sind angenehmer als lange Formate, weil das Tragen eines Headsets anstrengen kann.

 

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