Filmbegriffe

Disposition

Was ist eine Disposition?

Was bedeutet Disposition in der Filmbranche?

Disposition oder auch „call sheet“ genannt, ist eine Art Anleitung für jede Person am Set. In einer Disposition wird genau aufgelistet, wann wer am Set zu sein hat und welche Aufgaben er dort zu übernehmen hat. Auf diesem call sheet werden die verbindlichen Szenen-Nummern, Drehbuchseiten, Drehorte und benötigtes Equipment genau aufgelistet.

Inhalt und Zweck einer Disposition

Die Disposition (kurz Dispo) ist die tägliche Arbeitsanweisung für das Team. Sie wird in der Regel am Vorabend verteilt und fasst zusammen, was am nächsten Drehtag passiert. Ihr Ziel ist, dass alle zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Was typischerweise darauf steht

  • Datum, Titel der Produktion und Nummer des Drehtags
  • Drehort mit Adresse, Anfahrtshinweisen und Parkmöglichkeiten
  • Zeitplan: Treffpunkt, Drehbeginn, Pausen, geplantes Ende
  • Szenenliste mit Nummern, Seiten, Tageszeit und Besetzung
  • Ruf- oder Ankunftszeiten für Darsteller, Maske, Kostüm und weitere Abteilungen
  • Besondere Hinweise zu Stunts, Tieren, Kindern, Spezialeffekten oder Sicherheit
  • Wettervorhersage, Zeiten für Sonnenauf- und -untergang bei Außendrehs
  • Kontakte für Notfälle und Krankenhaus in der Nähe
  • Ausblick auf den nächsten Drehtag

Wer erstellt sie?

Meist stellen Aufnahmeleitung oder Regieassistenz die Disposition zusammen, nach Abstimmung mit Regie, Kamera und Produktionsleitung. Grundlage ist der Drehplan, der den gesamten Drehzeitraum abdeckt. Die Disposition konkretisiert einen einzelnen Tag und kann sich kurzfristig ändern.

Häufige Verwechslungen

  • Disposition und Drehplan: Der Drehplan zeigt die gesamte Planung, die Disposition nur den nächsten Tag.
  • Disposition und Drehbuch: Das Drehbuch ist die Geschichte, die Disposition die organisatorische Anweisung.
  • Disposition als Wort: Im Alltag bedeutet es auch einfach „Planung“ oder „Verfügung“. Hier ist die Filmbedeutung gemeint.

Praxis-Hinweise

  • Zeiten sollten realistisch sein und Puffer für Aufbau und Umbau enthalten.
  • Gesetzliche Ruhezeiten und Pausen gehören in die Planung. In Deutschland sind etwa elf Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitstagen üblich.
  • Änderungen sofort und an alle Betroffenen weitergeben, am besten über einen festen Kanal.
  • Ausgedruckt oder digital: Wichtig ist, dass alle dieselbe Fassung nutzen.

 

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