Filmbegriffe

CGI

Was ist CGI?

Was bedeutet CGI?

CGI steht für Computer Generated Imagery und bezeichnet die Computeranimation für visuelle Effekte einer Filmproduktion. Sie steht oft in der Kritik, wenn es darum geht, Effekte in Filmen möglichst echt wirken zu lassen. CGI kann, durch geringes Budget oder geringe Professionalität aufgesetzt und unecht wirken. Allerdings kann sie auch ganze Welten erschaffen und beeindruckend realistische Effekte erzeugen, wie etwa in „Avatar“ von James Cameron.

CGI Facts

Die CGI beginnt mit einer Zeichnung oder einem Bild von der gewünschten Vorstellung des Regisseurs. Hierbei leistet ein Storyboard Hilfestellung. Anhand dieser Zeichnungen und Modelle wird anschließend ein dreidimensionales Modell am Computer ausgearbeitet. In manchen Fällen wird das Gesicht der Schauspieler mit speziellen Scannern gescannt, um dem Modelleur ein Startpunkt zu geben. Ist die 3D- Modellierung abgeschlossen, animiert der Gestalter die Bewegungen der Figuren, ähnlich, wie in einer Animationsfilm Produktion. Manchmal werden auch bestehende Bewegungen, die von realen Schauspielern eingefangen wurden, weiter animiert. Sobald auch dieser Schritt abgeschlossen ist, werden virtuelle Kameras und Belichtung hinzugefügt und weiter verfeinert, bis das Ergebnis im Idealfall täuschend echt aussieht.

Ein muthmedia Mitarbeiter erklärt den Begriff CGI.
 

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CGI im Einsatz: Wo es hilft und wo es stört

CGI ist ein Sammelbegriff. Dazu gehören dreieckige Gittermodelle (Modeling), Oberflächen und Materialien (Texturing), Bewegung (Animation), Licht und Berechnung des endgültigen Bildes (Rendering) sowie das Einfügen in Realaufnahmen (Compositing). Wichtig ist: CGI ist nicht gleich „schlechter Effekt“. Gut gemachte CGI fällt oft gar nicht auf, zum Beispiel bei erweiterten Kulissen, Wetter oder entfernten Drähten.

Beispiele

  • „Terminator 2“ von James Cameron (1991) zeigte mit dem flüssigen Metallroboter, wie CGI eine Figur tragen kann.
  • „Jurassic Park“ von Steven Spielberg (1993) kombinierte digitale Dinosaurier mit mechanischen Modellen und hat damit bis heute viel Ansehen.
  • „Toy Story“ (1995, Pixar) war der erste komplett am Computer animierte Spielfilm.

Wann CGI überzeugt

CGI wirkt besonders glaubwürdig, wenn sie sich auf reale Referenzen stützt: Licht und Schatten müssen zur Aufnahme passen, Bewegungen Gewicht haben, Kamerabewegungen verfolgt werden. Eine Mischung aus echten Elementen (praktische Effekte) und digitalen Ergänzungen funktioniert oft besser als reine Computerbilder.

Häufige Verwechslungen

  • CGI und VFX: VFX (visuelle Effekte) ist der weitere Begriff, CGI ist ein Teil davon.
  • CGI und Animationsfilm: CGI ist die Technik, Animationsfilm die Gattung. Nicht jeder Animationsfilm nutzt CGI, nicht jeder CGI-Film ist ein Animationsfilm.
  • CGI und Motion Capture: Motion Capture liefert Bewegungsdaten von echten Menschen, die auf digitale Figuren übertragen werden.

Praxis-Hinweis

Wer CGI plant, sollte Szenen früh mit der Effektabteilung besprechen. Marker, Referenzfotos und saubere Kameradaten am Set sparen später viel Aufwand.

Merkpunkt

Der Eindruck von „echt“ oder „künstlich“ hängt weniger von der Rechenleistung ab als von Zeit, Planung und handwerklicher Sorgfalt. Auch ältere CGI-Szenen wirken überzeugend, wenn sie gut integriert sind.

 

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