Filmbegriffe

Casting

Casting Filmlexikon

Was ist ein Casting?

Wann veranstaltet die Filmproduktion ein Casting?

Das Wort Casting kommt aus dem Englischen und stand ursprünglich für die Wörter angeln und fischen. Heutzutage ist das Wort eigentlich jedem Menschen ein Begriff: Ein Casting ist eine Art „Vorstellungsgespräch“ für eine bestimmte Rolle in einem Film oder eine Position am Set. Dabei wird aus einer größeren Gruppe von Bewerbern eine passende Person für genau diese Rolle oder Aufgabe herausgesucht. In der Filmproduktion werden eigentlich alle Mitarbeiter, die letzten Endes vor der Kamera zu sehen oder zu hören sein werden, im Voraus gecastet. Das heißt, es gibt nicht nur Castings für Schauspieler, sondern zum Beispiel auch für TV- Moderatoren oder Synchronsprecher.

Casting Definition

Ob ein Film ein „Blockbuster“ wird, ist mitunter abhängig von der Professionalität und Auswahl des Castings. Hohe Besucherzahlen gehen mit der Starbesetzung eines Films einher. Gleichzeitig kann ein gut geschriebenes Drehbuch durch schlecht gecastete Schauspieler an den Kinokassen floppen. Das Casting ist im Prinzip nichts anderes, als die Besetzung der gesamten Rollen, die in einem Film vorkommen. Die endgültige Besetzung wird dann nach dem Vorsprechen getroffen.

Casting bezeichnet eine Auswahl von Schauspielern, die bei Filmen oder Serien fiktive Figuren verkörpern sollen. Im Bereich Der Film-und Fernsehproduktion trifft gewöhnlich der Casting Direktor die Vorauswahl der Schauspieler. Anschließend teilt er seine Vorschläge dem Produzent und Regisseur mit. Eine Reihe von Rollen wird oft als Vor-und Nachspann bezeichnet. Statisten werden hierbei nicht genannt. Außerdem nennt sich die Gesamtheit der Besetzung: Ensemble oder Rollenbesetzung oder.

Casting Erfolg

Das Casting als solches ist ein enorm wichtiger Faktor für den Erfolg eines Filmes. Bei Werbefilmen ist es essentiell einen Schauspieler zu casten mit dem sich der Zuschauer identifizieren kann. Dies ist sehr einfach zu begründen, da bei jedem Werbefilm eine gewisse Gruppe von Menschen angesprochen wird. So ist es beispielsweise treffender, bei Werbung für ein Fußball-TV-Abo, Männer mittleren Alters zu casten, da sich die meisten Frauen und Kinder nicht mit Fußball identifizieren können und sich die männliche Audienz so direkt angesprochen fühlt. Auch in Spielfilmen spielt die Besetzung, und damit einhergehend auch das Casting, eine extrem wichtige Rolle. So kann ein Film mit eigentlich niedriger Qualität, durch den Anteil von bekannten und beliebten Schauspielern oft mehr einbringen, als ein guter Film ohne den entsprechend guten Cast.

Casting Talentshow | Casting Agentur

Inzwischen wird der Begriff aber auch oft im Zusammenhang mit Talentshows oder Gesangswettbewerben verwendet. Es gibt so genannte „Casting-Agenturen“. Deren Aufgabe ist nichts anderes, als geeignete Personen an Castings zu vermitteln.

Ein muthmedia Mitarbeiter erklärt den Begriff Casting.
 

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Casting in der Praxis: Ablauf, Formen und Tipps

Beim Casting entscheiden Produktion, Regie und Casting-Direktion, wer eine Rolle übernimmt. Es geht nicht nur um Talent, sondern auch darum, ob jemand zur Figur, zum Ensemble und zur Vorstellung der Regie passt.

Typischer Ablauf

  • Rollenprofil: Aus dem Drehbuch entsteht eine Beschreibung mit Alter, Erscheinung, Spielweise und gegebenenfalls Sprachkenntnissen.
  • Vorauswahl: Die Casting-Direktion sichtet Showreels, Agenturvorschläge und Bewerbungen.
  • Vorsprechen: Bewerber spielen meist kurze Szenen aus dem Drehbuch, die sogenannten Sides, oft vor der Kamera.
  • Zweite Runde (Callback): Wenige Kandidaten werden erneut eingeladen, häufig gemeinsam mit künftigen Spielpartnern. Hier zeigt sich die Chemie zwischen den Figuren.
  • Entscheidung: Regie, Produktion und oft auch Sender oder Verleih stimmen sich ab, danach folgen Verhandlung und Vertrag.

Formen des Castings

Beim offenen Casting kann sich jeder vorstellen, beim geschlossenen Casting werden nur ausgewählte Personen eingeladen. Verbreitet ist inzwischen das Self-Tape: Die Bewerber nehmen ihre Szene selbst auf und schicken sie ein. Für Kinder, Komparsen oder Rollen mit besonderen Fähigkeiten (Tanz, Dialekt, Stunts) gibt es oft eigene Verfahren.

Beispiel

Als bekannte Besetzung, die zunächst viel Diskussion auslöste, gilt Heath Ledger als Joker in The Dark Knight (2008, Regie Christopher Nolan). Der Film zeigt, dass eine Besetzung gegen die Erwartung funktionieren kann, wenn die Figur neu gedacht wird.

Häufige Verwechslungen

  • Casting und Besetzung: Das Casting ist der Auswahlprozess, die Besetzung ist das Ergebnis, also die Liste der Rollen und ihrer Darsteller.
  • Casting-Direktor und Agentur: Die Casting-Direktion arbeitet im Auftrag der Produktion und sucht Schauspieler, die Agentur vertritt Schauspieler und schlägt sie vor.
  • Film-Casting und Casting-Show: Bei Shows steht die Unterhaltung im Vordergrund, beim Filmcasting die Eignung für eine konkrete Rolle.

Hinweise für Bewerber

  • Den Text so vorbereiten, dass man ihn spielen kann, statt ihn abzulesen, aber nicht auf eine einzige Interpretation festlegen. Regie-Anweisungen werden oft bewusst ausprobiert.
  • Beim Self-Tape auf ruhigen Hintergrund, gutes Licht und sauberen Ton achten.
  • Vorsicht bei Angeboten, die Geld für ein Casting verlangen. Seriöse Produktionen bezahlen Darsteller, statt Gebühren zu kassieren.

 

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