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3D Film

Was ist ein 3D Film?

Was heißt 3D Film?

Durch 3D Filme wird bei den Zuschauern der Eindruck erweckt, dass sich die gezeigten Dinge auf der Leinwand unmittelbar und tatsächlich mit ihnen in einem Raum befinden. Die Filmaufnahmen wirken haptisch und erreichbar.

Wie produziert man einen 3D Film?

Um diesen Effekt zu erzielen, benötigt man spezielle Kameras oder Kamerakonstruktionen. Zwei Linsen deren Abstand voneinander etwa dem unsere Augen entspricht zeichnen die Bilder auf, ein spezieller Projektor spielt dann beide Bilder gleichzeitig ab wodurch ein leicht verschwommenes Bild erzeugt. Das unscharfe Bild wird nun mittels spezieller Brillen in ein Bild für das linke und das rechte Auge aufgetrennt.

Einordnung

Ein 3D-Film nutzt die Stereoskopie: Jedes Auge bekommt ein leicht versetztes Bild, das Gehirn setzt daraus einen Tiefeneindruck zusammen. Entscheidend ist die Parallaxe, also der Versatz zwischen linkem und rechtem Bild. Je größer er ist, desto näher oder ferner erscheint ein Objekt relativ zur Leinwand.

Wie die Trennung der Bilder funktioniert

  • Polarisation: Die Brille filtert Licht mit unterschiedlicher Schwingungsrichtung für jedes Auge.
  • Shutter-Verfahren: Aktive Brillen blenden abwechselnd ein Auge ab, synchron zum Bildwechsel.
  • Anaglyphe: Die rot-blauen oder rot-grünen Pappbrillen, die einfachste und farblich schlechteste Variante.

Echtes und nachträgliches 3D

Manche Filme werden mit zwei Kameras in einem Spiegelrig gedreht. Andere entstehen als 2D-Aufnahme und werden in der Postproduktion in 3D umgerechnet (Konvertierung). Direkt in 3D gedrehtes Material gilt oft als natürlicher, ist aber aufwendiger. Computeranimierte Filme lassen sich dagegen sauber in 3D rendern, weil die virtuellen Kameras frei platzierbar sind.

Beispiele

  • „Avatar“ (2009, Regie James Cameron) gilt als Film, der die moderne 3D-Welle im Kino ausgelöst hat.
  • „Hugo Cabret“ (2011, Regie Martin Scorsese) setzt 3D gestalterisch ein, um Räume und Tiefe zu betonen.
  • Alfred Hitchcocks „Bei Anruf Mord“ (1954) wurde für 3D gedreht, lief in vielen Kinos aber in der flachen Fassung.

Häufige Verwechslung

„3D“ meint im Film zwei Dinge. Stereo-3D beschreibt den Tiefeneindruck im Kino. „3D-Animation“ beschreibt dagegen die Herstellung mit Computergrafik, egal ob der Film am Ende flach oder stereoskopisch gezeigt wird.

Praxis-Hinweise

  • Zu starke Effekte ermüden die Augen. Gute 3D-Filme dosieren Tiefe vorsichtig.
  • Schnelle Schnitte und Kamerawackeln sind in 3D anstrengender als in 2D.
  • Eine helle Projektion ist wichtig, weil die Brille Licht schluckt und das Bild sonst dunkel wirkt.
  • Wer 3D plant, sollte schon beim Drehbuch überlegen, wo Tiefe der Geschichte nützt.

 

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