Keyframes
Was sind Keyframes?
Was heißt Keyframes? Was bedeutet Keyframes?
Keyframes spielen in der Postproduktion, vor allem bei den Special Effects und der Animation eine wichtige Rolle. Sie speichern den bestimmten Wert eines Parameters (z.b. Position, Skalierung, Transparenz) zu einem bestimmten Zeitpunkt (Frame). Für jedes Frame zwischen zwei Keyframes interpolieren entsprechende Programme dann Zwischenwerte. So können Animationen, Blenden oder digitale Zooms und Kamerafahrten erstellt werden.
Wie Keyframes Bewegung steuern
Ein Keyframe markiert einen Zeitpunkt, an dem ein Wert bewusst festgelegt wird. Alles dazwischen berechnet die Software. So genügen wenige Schlüsselpunkte, um eine fließende Bewegung zu erzeugen.
Ein einfaches Beispiel
Soll ein Logo von links ins Bild fahren, setzt man am Anfang einen Keyframe für die Position außerhalb des Bildes und nach einer Sekunde einen zweiten Keyframe an der Zielposition. Die Software erzeugt alle Zwischenbilder.
Was sich animieren lässt
- Position, Drehung und Größe von Objekten.
- Deckkraft und Farbwerte.
- Effekt-Einstellungen wie Unschärfe oder Helligkeit.
- Lautstärke und Klangeffekte.
- Kamerapositionen in 3D-Szenen.
Interpolation: der Weg zwischen den Keyframes
- Linear: Der Wert ändert sich gleichmäßig. Die Bewegung wirkt mechanisch.
- Weich (Ease In/Ease Out): Die Bewegung beginnt langsam, wird schneller und bremst am Ende ab. Das wirkt natürlicher.
- Bézier-Kurven: Die Kurve wird frei geformt, um Tempo und Charakter der Bewegung genau zu steuern.
- Halten (Hold): Der Wert springt ohne Übergang von einem Zustand in den nächsten.
Herkunft des Begriffs
Im klassischen Zeichentrick legen die Hauptzeichner die Schlüsselposen fest, und Assistenten zeichnen die Phasen dazwischen. Das Prinzip aus der Handarbeit wurde von der Computeranimation übernommen.
Häufige Verwechslungen
- Keyframe in der Animation und Keyframe in der Videokompression: Beim Komprimieren bezeichnet Keyframe ein vollständig gespeichertes Bild, auf das die folgenden Bilder aufbauen. Das hat mit gestalteter Bewegung nichts zu tun.
- Keyframe und Frame: Jedes Einzelbild ist ein Frame, ein Keyframe ist ein bewusst gesetzter Schlüsselwert.
Praxis-Hinweis
Wenige, gut gesetzte Keyframes wirken besser als viele. Nach dem Setzen lohnt der Blick auf die Bewegungskurve: Ruckelt eine Bewegung, liegt es meist an zwei unpassend gesetzten Punkten.
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