Hollywood
Was ist Hollywood?
Hollywood Definition
Hollywood ist ein Stadtteil in Los Angeles und beherbergt die bekanntesten Filmgesellschaften der Welt. Dort befindet sich auch der berühmte Walk of Fame, auf welchem zahlreiche Prominente für ihr Schaffen mit einem Stern und ihrem Namen verewigt werden. Auch der berühmte Schriftzug lässt sich in den Hollywood-Hills finden.
Filmproduktion
Weltweit ist er für die amerikanische Filmindustrie bekannt. Alles angefangen hat es im Jahre 1908 mit der Filmgesellschaft „Motion Picture Patent Company“. Alle Unternehmen wurden damals vereint und kontrollierten den Filmmarkt der USA. Der Aufstieg von Hollywood begann erst, als man das aller erste Filmstudio im Jahre 1911 eröffnete. Darauf folgten im selben Jahr 15 weitere. Bereits im Jahre 1915 wurden viele amerikanische Filme in Hollywood produziert. Anschließend wurde Los Angeles 1920 zur Welthauptstadt der Filmindustrie gekrönt. Nach dem zweiten Weltkrieg kam noch die Musikindustrie hinzu. Sogar den Börsencrash 1929 überlebte die Filmindustrie, weil sie mit dem Tonfilm den Markt erobert hatte.

Der Schriftzug ist ein Wahrzeichen und befindet sich in den Hollywood-Hills
Filmstudios
Die größten Filmstudios sind Warner Bros und Universal Studios. Nicht zu vergessen sind auch 20th Century Fox und Paramount. Auch der Walk of Fame ist weltweit eine bekannte Sehenswürdigkeit. Auf diesem berühmten Weg sind 2.500 Platten mit Sternen für die Stars im Boden. Diese Sterne sind in 5 Kategorien eingeteilt. Außerdem werden mit den Platten prominente Stars geehrt. Hollywood macht Stars und lässt sie aber auch wieder fallen, weil es im Grunde genommen nur um das Geld geht. Außerdem gibt es in den Hills den berühmten Schriftzug. Es sind große Buchstaben, die 1923 als „Hollywoodland“ errichtet wurden. Dazu gibt es noch Capitol Records Building. Das Gebäude ähnelt einem Schallplattenstapel und hat eine Nadel auf der Spitze.
Hollywood als Begriff und als Produktionsweise
„Hollywood“ meint zweierlei: einen Ort in Los Angeles und, im übertragenen Sinn, die amerikanische Mainstream-Filmindustrie. Viele große Studios haben ihre Büros oder Produktionsgelände gar nicht im Stadtteil selbst, sondern in der Umgebung. Wenn von „Hollywood“ gesprochen wird, ist daher meist die Branche und ihre Arbeitsweise gemeint.
Was „Hollywood-Kino“ ausmacht
- Klare Dramaturgie: Eine Hauptfigur mit einem erkennbaren Ziel, ein Konflikt, eine Lösung, oft in drei Akten erzählt.
- Unsichtbarer Schnitt: Der sogenannte Continuity-Stil soll Schnitte nicht auffallen lassen, damit die Handlung im Vordergrund bleibt.
- Starsystem und Genre: Bekannte Gesichter und vertraute Genres wie Western, Musical, Thriller oder Superheldenfilm sind Verkaufsargumente.
- Großer Vertrieb: Marketing und weltweiter Verleih sind Teil der Strategie von Anfang an.
Goldenes Zeitalter und Studiosystem
Mit dem „klassischen Hollywood“ ist die Zeit gemeint, in der wenige große Studios Produktion, Verleih und eigene Kinos in einer Hand hielten und Schauspieler langfristig unter Vertrag standen. Dieses System wurde später durch Wettbewerbsrecht aufgebrochen. Heute arbeiten Produktionen eher projektweise, und auch Streamingdienste produzieren in großem Umfang.
Häufige Verwechslungen
- Hollywood und Bollywood: Letzteres bezeichnet die Hindi-Filmindustrie in Mumbai, nicht eine Kopie Hollywoods.
- Hollywood und Los Angeles: Hollywood ist ein Stadtteil, nicht die ganze Stadt.
- Nicht jeder US-Film ist ein „Hollywood-Film“; unabhängige Produktionen folgen oft eigenen Regeln.
Einordnung
Der Begriff wird auch kritisch verwendet, etwa wenn von „Hollywood-Klischees“ die Rede ist. Dann geht es um vorhersehbare Erzählmuster, Happy Ends oder Überinszenierung. Wer Filme einordnen will, sollte unterscheiden, ob jemand den Ort, die Industrie oder einen Stil meint.
« zurück zum Filmlexikon


