Filmtechnik

Teleprompter

Was ist ein Teleprompter?

Teleprompter Definition

Bei einem Teleprompter handelt es sich um eine Kombination aus Einwegspiegel und Monitor, welche den Sprechertext einblendet, sodass der Sprecher oder die Sprecherin diesen direkt ablesen kann. Der Teleprompter, der oft auch einfach als „Prompter“ (von lat. promptus = „bereit“) bezeichnet wird, sorgt so dafür, dass die sprechende Person stets den Blickkontakt zum Publikum oder zur Kamera aufrechterhalten und weitersprechen kann, ohne zwischendurch in Notizen oder Moderationskarten schauen zu müssen.

Teleprompter werden sehr oft in Fernsehproduktionen eingesetzt, etwa in Nachrichtensendungen oder für Moderationen von Spielshows. Auch bei Reden und Vorträgen auf Events kommen sie sehr häufig zum Einsatz. Etwas seltener werden Teleprompter jedoch auch in der Film- und Videoproduktion verwendet.

Wie funktioniert ein Teleprompter?

Bei einem Teleprompter wird ein kleiner Monitor, welcher den Text spiegelverkehrt ausgibt, direkt unter dem Objektiv einer Kamera montiert. Direkt über dem Kameraobjektiv wird dann ein Spiegel befestigt, über den der Text wieder lesbar gemacht wird.

Ein Teleprompter präsentiert den Text für einen Sprecher. Beispielbild für den Filmlexikon-Eintrag zum Thema Teleprompter.
Ein Teleprompter blendet den Sprechertext ein.

Schwierigkeiten beim Einsatz des Teleprompters

Der erfolgreiche Einsatz eines Teleprompters ist gar nicht so leicht und ohne Übung wird die Illusion des freien Sprechens, die für den Zuschauer entstehen soll, schnell aufgehoben. So darf die Person, welche den Prompter bedient, also darüber entscheidet, wann welcher Text angezeigt wird, diesen weder zu schnell noch zu langsam auf dem Bildschirm erscheinen lassen. Erscheint der Text etwa langsamer als der Sprecher spricht, so führt dies zu einem unnatürlichen Stocken in der Rede, da der Sprecher auf das Erscheinen der nächsten Textzeile warten muss. Bei einer Geschwindigkeit, die über dem Sprechtempo des Sprechers oder Moderators liegt, verliert dieser dagegen schnell den Anschluss.

Der Teleprompter hat sich als ein unverzichtbares Werkzeug für professionelle Kommunikatoren etabliert. Er ermöglicht es Sprechern, ihre Nachrichten klar, flüssig und mit direktem Blickkontakt zu übermitteln. Das ist in visuell geprägten Welt von entscheidender Bedeutung. Mit seiner Hilfe können Inhalte auf eine Weise präsentiert werden, die sowohl professionell als auch persönlich wirkt. Dadurch wird die Verbindung zum Publikum gestärkt.

Einsatz und Wirkung

Der Teleprompter ermöglicht es, frei und zugleich korrekt zu sprechen. Der Text läuft in einstellbarer Geschwindigkeit, meist gesteuert von einer Person im Hintergrund oder per Fußschalter vom Sprecher selbst. So wirkt die Rede wie direkt zum Publikum gesprochen, obwohl sie Wort für Wort vorbereitet ist.

Wo man ihn sieht

  • Nachrichtensendungen und Moderation im Studio
  • Unternehmensvideos, Erklärfilme und Interviews mit festem Text
  • Reden bei Veranstaltungen, dort oft als Glasflächen links und rechts vom Rednerpult
  • Online-Videos und Schulungsfilme, bei denen eine Person viel Text sprechen muss

Bauformen

Neben dem Modell vor dem Kameraobjektiv gibt es Varianten, bei denen ein Tablet oder Monitor in einer Halterung sitzt. Für Reden arbeitet man mit transparenten Scheiben, die für das Publikum fast unsichtbar sind.

Häufige Verwechslungen

  • Teleprompter und Cue Card: Cue Cards sind Papp- oder Papiertafeln mit Text, die neben der Kamera gehalten werden.
  • Teleprompter und Ohrhörer-Einflüsterung: Beim Einflüstern wird der Text über Kopfhörer gesprochen und nicht abgelesen.
  • Teleprompter und Untertitel: Untertitel sind für das Publikum, der Teleprompter ist nur für den Sprecher sichtbar.

Praxis-Hinweise

  • Den Text kurz und sprechbar schreiben. Lange Schachtelsätze lesen sich auf dem Bildschirm schlecht.
  • Die Schrift groß genug wählen und genügend Abstand zum Prompter halten, damit die Augen nicht wandern.
  • Zahlen, Namen und schwierige Begriffe phonetisch markieren, wenn sie schwer auszusprechen sind.
  • Vor dem Dreh das Tempo mit dem Sprecher proben. Zu schnelles Scrollen führt zu Hetze, zu langsames zu Stocken.
  • Pausen und Betonungen gehören in den Text, damit nicht monoton abgelesen wird.
  • Wer ablesen lernt, übt, Blickkontakt zu halten und dabei natürlich zu atmen und zu betonen. Das kommt erst mit Erfahrung.

 

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