Filmbegriffe

Framing

Was ist ein Framing?

Was heißt Framing? Was bedeutet Framing?

Die Auswahl des Bildausschnitts wird als Framing bezeichnet. Dazu gehört die Planung der Platzierung einzelner Gegenstände und Möbel in einem Raum, sodass sie sich innerhalb des Bildformates befinden.

Framing Facts

Beim Framing spielt auch die Mise-en-scene eine entscheidende Rolle, im Idealfall sollte der DOP bei der Gestaltung einer Szene involviert sein. Bei einem, objektiv betrachtet, schönen Framing spielt die Aufteilung eines Bilds in Drittel und der goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Die gezielte Platzierung einer Person im oberen oder unteren Teil eines Bildes spielt eine elementare Rolle in der Stimmung die ein Bild erzeugt.

Erklärvideo zum Thema Framing:

Ein muthmedia Mitarbeiter erklärt den Begriff Framing.
 

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Framing: Gestaltung im Bildrahmen

Framing entscheidet, was im Bild zu sehen ist und was nicht. Es lenkt den Blick und erzählt etwas über Beziehungen zwischen Figuren und Umgebung.

Gestaltungsmittel

  • Kopfraum und Blickraum: Zu wenig Platz über dem Kopf wirkt eng. Ein Blick ins leere Bild gibt der Figur Raum, ein Blick aus dem Bild wirkt bedrängend.
  • Bild im Bild: Türen, Fenster oder Spiegel umrahmen eine Figur zusätzlich und können Isolation oder Sehnsucht ausdrücken. In „Der schwarze Falke“ (1956, Regie: John Ford) wird dies im Anfangs- und Schlussbild mit einem Türrahmen aufgegriffen.
  • Symmetrie: Mittig und gleichmäßig aufgebaute Bilder wirken ruhig, kontrolliert oder unheimlich. Stanley Kubrick und Wes Anderson nutzen das auffällig, etwa in „Shining“ (1980) und „Grand Budapest Hotel“ (2014).
  • Anschnitt: Wird eine Figur angeschnitten, entsteht der Eindruck, dass mehr existiert als das Sichtbare.
  • Leerraum: Viel Raum um eine Figur betont Kleinheit oder Einsamkeit.

Seitenverhältnis als Rahmen

Das Format selbst prägt das Framing. Ein breites Format lädt zu Landschaften und Gruppen ein, ein hohes Format betont einzelne Personen und Vertikalen, wie beim Handyvideo.

Häufige Verwechslungen

  • Framing und Komposition: Die Komposition umfasst die Anordnung aller Bildelemente, das Framing den Ausschnitt.
  • Framing und Einstellungsgröße: Die Einstellungsgröße (Totale, Nahaufnahme) ist ein Teil des Framings.
  • Framing in der Kommunikationswissenschaft: Dort meint Framing den Deutungsrahmen einer Nachricht und hat mit dem Kameraausschnitt nichts zu tun.

Praxis-Hinweis

Vor dem Dreh lohnt ein Blick durch ein Suchrahmen-Fenster oder die Handykamera. Auch die Bildränder sollten kontrolliert werden: Störende Gegenstände am Rand, abgeschnittene Gliedmaßen oder Linien, die aus dem Kopf einer Person wachsen, fallen später auf.

 

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