Realfilm
Filmlexikon | Was ist ein Realfilm?
Realfilm Definition und real film
Bei dem Begriff Realfilm handelt es sich um eine Bezeichnung für die Art der Herstellung eines Films: Anders als bei Animationsfilmen beruhen Realfilme auf realen Filmaufnahmen; der Hauptunterschied liegt also in der Herstellungsweise. Im Gegensatz zur Animation zeigt er echte Aufnahmen und umfasst als Kategorien unter anderem den Dokumentarfilm und den Spielfilm, kann dabei aber ebenso Genres wie Drama oder Action annehmen; gerade Dokumentarfilme greifen oft soziale Themen auf und schaffen Bewusstsein. Bei Realfilmen wird also nicht mit animierten Figuren gearbeitet, sondern mit realen Schauspielern, die als zentrales Merkmal vor der Kamera agieren. Schauspieler, Kulissen und Requisiten existieren im Realfilm tatsächlich. Für Filmbegeisterte, Studierende der Filmwissenschaft, Filmschaffende sowie Lehrer und Schüler zeigt diese Einführung kompakt, was einen Realfilm ausmacht, wie er sich vom Animationsfilm oder 3D-Film unterscheidet und warum seine Wirkung in der Filmanalyse so wichtig ist.
Der Realfilm ist in seiner Umsetzung in der Regel zwar deutlich zeit-, kosten- und planungsintensiver als der Animationsfilm, kann auf der anderen Seite aber Emotionen – allein durch die ausgeprägte Mimik der Darsteller – wesentlich besser transportieren als die meisten fiktionalen animierten Filme; reale Aufnahmen werden dabei oft durch CGI und Spezialeffekte ergänzt. Gerade diese Mimik prägt auch die Wirkung einzelner Szenen und damit den erzählerischen Gehalt des Films. Zugleich bleiben Realfilme an physikalische Gesetze und das reale Aussehen der Darsteller gebunden, was ihren direkten Bezug zum aufgebauten Filmraum und zur erzählten Geschichte zusätzlich verstärkt. Seit über einem Jahrhundert ist der Realfilm damit eine bedeutende Kunstform, in der sich auch Formen wie der Autorenfilm herausgebildet haben.
Beim Realfilm kann die Wahl der Schauspieler auch dahingehend eine Rolle spielen, als dass sich das Image eines Schauspielers und die Handschrift des Filmregisseurs ein Stück weit auf den Film überträgt. Beispiele dafür finden sich etwa im Horror oder im Bereich des B-Films, wenn bekannte Gesichter die Erwartung an Ton und Atmosphäre schon vorab mitbestimmen. Dies wird etwa auch bei vielen Werbefilmen genutzt, die mit Prominenten und spezialisierten Filmberufen arbeiten, damit deren Image oder Beliebtheit auf das beworbene Produkt abfärbt.

Für weiterführende Definitionen zentraler Filmbegriffe eignet sich ein Blick in das Filmlexikon.
Bei einem Realfilm stehen echte Menschen vor der Kamera, die mit professioneller Filmkamera und Lichttechnik aufgenommen werden.
Die besten Realfilme
Unsere Auswahl der besten Realfilme zeigt, wie unterschiedlich Filmmaterial, Regiebuch, Filmprotokoll und die Wahl des Filmtitels eingesetzt werden können, ob im klassischen Roadmovie, im experimentellen Kurzfilm oder im grenzauflösenden Format der Scripted Reality. Auch hybride Werke, die mit Zeichentrickfilm oder anderen Animationstechniken kombiniert sind, erweitern den Begriff des Realfilms und machen die Vielfalt der Filmwelt deutlich, wie sie im umfassenden Filmlexikon sichtbar wird.



